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11. – 14. Oktober 2013

Wai-O-Tapu – ein spannend riechender Thermalpark

Hallo ihr am anderen Ende der Leitung,

es tut mir leid, dass ihr so lange auf meine Erlebnisse warten müsst, aber ich schreibe nicht noch einmal einen Blogeintrag mit meinem Handy! Melanie und ich haben uns, trotz hohem Eintrittsgeld, entschieden nach Wai-O-Tapu zu fahren, was in der Nähe von Rotorua liegt. Dort gibt es viele heiße – und Schwefelquellen. Obwohl man anfangs denkt es sei totes Land, ist die Erde hier wohl wesentlich aktiver als sonst irgendwo. Es war ein wirklich spannender Tag, aber am Ende hatte man schon irgendwie genug vom Schwefelgeruch.
Wir haben einen Shuttel genommen um dort hinzukommen, denn sonst erreicht man dieses Highlight nur mit dem Auto und das besitzen wir nun mal leider nicht. Aber es war gut mit dem Bus, da der Fahrer uns immer ein paar spannende Sachen erzählt hat, da hat man einige Informationen bekommen.
Als erstes sind wir zu einem Mud Pool gefahren. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein See. Das ist sozusagen ein riesiges, kochendes Schlammloch, was viel Schwefel enthält. Durch die Hitze ist es dort auch richtig nebelig, weil eben die ganze Zeit Dampf aufsteigt.

P1100710 P1100711 Da blubbert es wirklich die ganze Zeit irgendwo!

Es ist der zweitgrößte dieser Art und der größte Mud Pool ist im Yellowstone Nationalpark in den USA. Das sah wirklich spannend aus, wie da einfach mal der Schlamm gekocht hat und manchmal ist sogar so richtig warmer Rauch zu uns rüber gekommen, da hat man dann geglaubt, dass das alles wirklich heiß ist.
Danach sind wir zum Ms. Knox-Geysir. Das ist der pünktlichste Geysir der Welt, er bricht jeden Tag ziemlich genau um 10.15 Uhr aus. Aber die Bewunderung dessen wurde für uns ziemlich getrübt, da in den Geysir vor dem Ausbruch von einem Mitarbeiter Seife gekippt wird, um die Oberflächenspannung zu verringern. Trotzdem sah es toll aus, wie da plötzlich eine riesige Wasserfontäne rausgeschossen kam.

P1100819 IMG_0357                          Es waren auch unserer Meinung nach viel zu viele Leute da, dann verliert so etwas auch teilweise seinen Reiz.

Anschließend sind wir zu dem wirklichen Thermalpark gefahren und da konnte man sich ganz viele verschiedene Sachen anschauen. Es war ein Rundwanderweg sozusagen. Jedoch hatten wir nur ca. anderthalb Stunden Zeit bis unser Shuttle zurück in die Stadt ging und deshalb sind wir jetzt nicht mega entspannt durch den Thermalpark gelaufen.

P1100924 P1100991 Die Farben waren richtig intensiv, das sah wirklich spektakulär aus!
Ich fand es schade, dass ich so wenig über die ganzen Prozesse erfahren habe und um welche Flüssigkeiten es sich zum Beispiel handelt. In vielen Situationen habe ich mich dann eben gefragt, ob das jetzt reines Wasser ist oder da noch Schwefel mit dabei ist oder ob das Wasser nun heiß oder kalt ist. Da wäre ich auf jeden Fall echt neugierig gewesen und hätte gern mehr erfahren, aber um sich die Tafel durchzulesen, hatte man auch nicht genügend Zeit. In dem Fall wäre Unabhängigkeit wahrscheinlich sinnvoll gewesen.

P1100947                                                                                                 Könnt ihr euch vorstellen, dass das wirklich so heiß ist? Ich konnte es nicht.

Kurz vor dem Ende gab es einen Schwefelsee, das sah richtig krass aus! Leider zeigen die meisten Fotos die Farbgebung nicht so, wie sie in echt war, dass hat uns beide etwas geärgert.

P1110010 P1110017 Der See war eigentlich wirklich neongelb, wie ein Textmarker!

Wir haben jedenfalls viele, sehr verblüffende Sachen zu Gesicht bekommen und uns wurden auch ein paar Kopfschmerzen auf den Weg ins Hostel mitgegeben. Da hat es aber dann nicht mehr nach faulen Eiern gerochen. Ehrlich gesagt fand ich den Geruch nicht anstrengend, manchmal war es eben etwas komisch, aber nicht richtig schlimm. Ich habe später erfahren, dass der an verschiedenen Tagen unterschiedlich schlimm ist und somit auch richtig beißend sein kann, daher hatten wir wahrscheinlich einfach Glück!

Ich melde mich bald wieder, eure Magda.