Monthly Archives: March 2014

sicher gelandet

Vorerst ein letztes Mal Hallo,

jetzt bin ich seit ein paar Tagen schon wieder Zuhause und wollte die Geschichte einfach nur zuende schreiben. Bei weiteren Reisen werde ich sicherlich gerne auf diesen Blog zurückgreifen.
Mein Flug – mit Malaysia Airlines – verlief von Turbulenzen und ähnlichen Problemen betrachtet reibungslos, jedoch hatte ich doch sehr mitFlugübelkeit zu kämpfen und war nach sechsundzwanzig Stunden Reise wirklich froh wieder festen, deutschen Boden unter den Füßen zu haben, wobei ich mit offenen Armen von der typischen Unfreundlichkeit dieses Landes begrüßt wurde. Das Wiedersehen mit meinen Liebsten war umso herzlicher und einfach schön.
Hier Zuhause fühle ich mich, als wäre ich nie weggewesen, das ist ziemlich unbeschreiblich. Die Kälte draußen hat mich anfangs schockiert, aber jetzt habe ich mich schon gut daran gewöhnt und genieße, wie ihr alle auch, die ersten Sonnenstrahlen.

Ich bin gespannt, wo es mich als nächstes hintreibt, eure Magda.

Welcome to the shire!

Fast das letzte Mal ein Hallo aus Neuseeland,

ja, ich war im Land der Hobbits! Hobbiton (oder zu Deutsch Hobbingen) ist – soweit ich mich richtig erinnere – das einzige noch erhaltene Movie Set. Es steht auf einem Privatgrundstück, weshalb überhaupt die Möglichkeit besteht, es permanent aufgebaut zu lassen. Nach den Dreharbeiten von Herr der Ringe wurde dort alles zerstört, aber für den Hobbit wieder aufgebaut – mit der Bedingung des Besitzters, dass das Set aus permanenten Material ist – Glück für mich! Weil Hobbiton jedoch auf einem Privatgrundstück liegt, kann man dieses nur mit einer geführten Tour besichtigen, wo man natürlich weniger Freiheiten hat – und weniger Zeit.
Ich fand diesen Tag mehr als gelungen und bin stolz auf mein letztes Highlight. Das Wetter war wirklich super, obwohl morgens eine dicke Wolkenwand alles verdeckt hat. Ich bin mit dem Bus von Auckland gestartet und abends auch wieder dorthin zurückgekommen.
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Was ein Sonnenaufgang am Hafen von Auckland!
Hobbiton liegt umgeben von Hügeln und man erblickt es erst, wenn man schon auf dem Privatgrundstück ist. Das verblüffende: Es sieht fast noch idyllischer aus, als im Film. Das hat mich mit am meisten beeindruckt, weil man sich wirklich vorkommt, als wäre man von allem “Bösen dieser Welt” getrennt. Hört sich albern an, ich weiß.
Dort gibt es vierundvierzig Hobbithöhlen, selbst wenn vier davon weder in Herr der Ringe, noch im Hobbit vorkommen, die Peter Jackson nur mal so für alle Fälle hat bauen lassen. Die Höhlen sind (natürlich) auch von innen nicht eingerichtet und man konnte da auch nicht reingehen. Die Szenen in den Hobbitwohnungen wurden immer in einem Filmstudio in Wellington gedreht. Leider hatten wir wirklich nicht viel Zeit, weshalb viele Fotos von mir nicht so schön sind, wie es in Wirklichkeit aussah, aber ich habe ja die Erinnerungen im Kopf!
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nach dem Eingangstor
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wie im Zauberland
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einfach klein, süß und liebevoll
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noch eine Hobbithöhle
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die einzige “Wohnung”, die man etwas betreten durfte
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Bag End (Frodo und Bilbos Zuhause)
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leider von einer eher untalentierten Fotografin
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Wirkt das nicht unreal?
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die alte Mühle
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Auf ein Ginger Beer im Green Dragon, yeah!
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das ganze wunderschöne Land
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ein paar Hütten mal ohne Menschen
Der Ort bei Hobbiton heißt Matamata. Von dort fahren sowohl die Tourbusse, als auch die Busse zurück nach Auckland oder anderswo hin.
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die Touristeninformation in Matamata

Wer glaubt, dass ich schon fast wieder Zuhause bin? eure Magda

 

Entspannung am Meer

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich vor einiger Zeit gegen eine weitere Wanderung und für ein paar Tage “Erholung” am Strand entschieden. Natürlich kann man jetzt leichtfertig sagen, dass ich ja schon seit mindestens einem Monat Dauerurlaub habe, aber ich reise eben, komme nie irgendwo wirklich an, muss immer nach wenigen Tagen wieder alle Zelte abreißen und will mir ja an den verschiedenen Orten auch viele, viele Sachen anschauen, was natürlich schlauchen kann…
Also ging es vor ein paar Tagen von Napier nach Hahei auf die Coromandel. Das ist eine kleine Halbinsel östlich von Auckland, wo es wunderschöne Strände gibt. Hahei ist eigentlich ein winziges Kaff, aber was braucht man beim Entspannen außer Meer und Strand? Mein Zelt stand sozusagen eine Düne vom Wasser entfernt auf einem etwas zu großen, aber echt guten Campingplatz.

Vor allem wollte ich auf der Coromandel zur Cathedral Cove. Das ist ein wirklich oft verwendetes Fotomotiv, wenn es um Neuseeland im Allgemeinen geht. Es handelt sich um eine “Höhle”, die durch das Meerwasser ausgespühlt wurde und wirklich spektakulär ist. Dort bin ich einen Tag über einen netten Track hingelaufen und habe den ganzen Nachmittag am Strand bei der Cathedral Cove verbracht. Leider sind auch hier wieder viele Touristen gewesen, weshalb es schier unmöglich war, ein ordentliches Bild ohne Menschen darauf zu machen – leider. Das Wasser war wirklich cool, weil die Wellen total hoch waren und man immer so mitgerissen wurde. Ich war also sowohl an der Ost- als auch an der Westküste Neuseelands im Meer.
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auf dem Weg zur Cathedral Cove
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eine kleine Höhle dort
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die Cathedral Cove mit dem bekannten Stein im Hintergrund

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frisch gebadet

Ansonsten habe ich gelesen, entspannt, am Strand gesessen, …und mir einmal den Sonnenaufgang angeschaut. Das war schön!
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Noch ist es ziemlich dunkel,…

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aber die Sonne fängt an zu klettern,…
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…kommt langsam über den Hügel…
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…und scheint mir ins Gesicht.

So ihr, die ihr noch mitlest, das war es erstmal von mir, bis es wieder Neuigkeiten aus Auckland gibt, eure Magda.

die Art Deco-City

Da bin ich schon wieder,

von Wellington ging es weiter nach Napier. Dort war ich ja schon einmal, als ich von Rotorua nach Fox Glacier zu meinem Job im Motel gefahren bin.
Hier war ich im wohl schlimmsten Hostel, in meiner gesamten Zeit in Neuseeland. Es war ok und ich hatte ja auch mein Zelt, aber ein kurzes Beispiel: Die Toiletten bestanden wirklich nur aus einem Klo, kein Waschbecken, kein Spiegel, nichts.
Ich habe die paar Tage eigentlich nicht viel gemacht, außer ein bisschen durch die Stadt zu bummeln. Dort gab es einen richtig schönen Jade-Laden. (Falls ihr nicht wisst, was Jade ist: Ein Stein aus dem man ganz tollen Schmuck machen kann.)

Einen Tag war ich in einem Aquarium, vor allem weil man dort auch einen Kiwi sehen konnte, aber leider wurde ich da etwas enttäuscht… Die Tiere waren schon cool, hatten aber eigentlich immer viel zu kleine Aquarien und sahen nicht wirklich glücklich aus. Hingegen war das Haus vom Kiwi im Vergleich dazu riesig. Das hat mich einmal mehr an Zoos und ähnlichem enttäuscht…aber immerhin habe ich auch mal einen Kiwi zu Gesicht bekommen.
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Diese Tiere haben sich fast nicht bewegt, was es natürlich viel spannender macht, sie zu beobachten.
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Seepferdchen hatte ich vorher auch noch nie gesehen, das hatte schon was.

Aufgrund des mehr oder weniger katastrophalen Hostels war ich auch hier am Ende froh, als die Reise weiterging. Gleichzeitig führte der Weg ja immer näher an mein Ziel Auckland und auf meinen Rückflug freue ich mich ja schon länger sehr, auch wenn ich vieles von hier vermissen werde.

Gleich geht es weiter, eure Magda.

die Hauptstadt erkunden

Ein sehr verspätetes Hallo von mir,

tja, um ehrlich zu sein, bin ich jetzt schon in Auckland. Das ist verrückt und ich kann es nicht so richtig fassen, aber ich bin wieder dort, wo ich das letzte Mal im Oktober war und warte nun auf meinen Rückflug, der schon nächste Woche ist.
Leider hatte ich zwischendurch nie wirklich Internet und konnte daher gar nicht von meinen letzten Stationen erzählen, was ich dann jetzt endlich nachholen werde. Vielleicht ist es dann einiges zu lesen, aber danach kommt ja auch nicht mehr viel…

Nach Nelson ging es mit der Fähre und einer spektakulären Überfahrt wieder zurück auf die Nordinsel – nach fast vier Monaten! Ich habe die ganze Zeit nach Delfinen ausschau gehalten und am Ende auch wirklich welche zu Gesicht bekommen! Leider waren sie wirklich weit weg und daher nur recht klein, aber immerhin habe ich welche gesehen.
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Goodbye South Island!

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von Bergen und Meer umgeben

In Wellington stand mein Zelt bei einem Hostel genau neben einer recht befahrenen Straße, aber eigentlich war es in Ordnung, so richtig ausschlafen kann man beim Camping ja so oder so nicht. Dort angekommen, musste ich mich erstmal wieder an das Großstadtfeeling gewöhnen, wo einfach alle Menschen grundlos durch die Straßen rennen und niemand ein bisschen Zeit zum Schlendern opfern will… Ich habe mich diesem Zwang erfolgreich entzogen. Die Stadt ist eigentlich ganz nett und es gibt auch ein paar Schnuckläden, aber ich kenne doch beeindruckendere. Noch dazu ist Wellington wirklich sehr, sehr windig. Nachts bin ich nicht nur einmal vom “Sturm” aufgewacht, welcher mich etwas in Angst und Bange versetzt hat, weil ich leider nicht wusste, wie viel mein Zelt so mitmacht, aber es hat gehalten – was ein Glück.

Als erstes war ich im Nationalmuseum namens “Te Papa”, was wirklich riesig und für Deutsche ziemlich unvorstellbar auch noch kostenlos und dennoch qualitativ hochwertig ist. Es wurde richtig anschaulich erklärt, wie das so mit dem Erdinnern, unseren Platten, Erdbeben und ähnlichem ist. Selbst wenn man ja darüber recht viel weiß, war es trotzdem echt interessant und ziemlich interaktiv. Dann konnte man sich wahnsinnig viele ausgestopfte Tiere und Knochen von Meeresbewohnern anschauen, wirklich spannend und für meinen Geschmack etas eklig, aber gut. Da konnte ich eigentlich gar nicht fassen, dass das wirklich kostenlos ist.
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Entenbibis, uiiii
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die ganze Familie, wie immer ohne Papa

Außerdem war ich auf dem Mount Victoria. Der Berg ist ziemlich nah am Zentrum, nicht schlimm hoch und trotzdem hat man mal wieder eine tolle Aussicht. Dort wurde die Szene in Herr der Ringe gedreht, wo die vier Hobbits sich unter der Wurzel vor dem einen Ringgeist verstecken, aber ich war leider nicht genau an dem Platz.
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Das sah ziemlich spannend aus, weil der Nebel so vom Meer aus immer mehr die Stadt bedeckt hat.
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die Fähre, mit der ich auch gekommen bin
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ein kleiner Ausblick über die Stadt

Ab und zu muss man sich ja mal richtig touristisch verhalten, weshalb ich an einem Tag mit einer für Wellington sehr populären Standseilbahn zum botanischen Garten gefahren bin. Die Fahrt ging vielleicht fünf Minuten, aber es hatte schon was. Der botanische Garten war riesig und hatte für mich mehr Parkcharakter, aber es gab schon einige spannende Gewächse zu sehen und man konnte gut seine Zeit auf der Wiese genießen.
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Wellington Cable Car – die Touristenattraktion schlechthin
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eine der schönen Blumen

Da Neuseeland durchweg mit Herr der Ringe-Attraktionen übersäht ist, aber ich irgendwie auch nicht nicht hingehen kann, war ich an einem anderen Tag in der Weta Cave. Dort kann man ganz viele Skulpturen von Herr der Ringe sehen, aber auch Waffen von anderen Filmen, wie Avatar. Dieser Konzern, wenn es denn einer ist, mir fällt leider kein passenderes Wort ein , baut Skulpturen, animiert auch viele Sachen, stellt Waffen her und ähnliches. Sie arbeiten bei genannten Filmen mit und haben zum Beispiel viel mit der Animierung der Welt von Avater zutun, wodurch sie jetzt natürlich mal wieder auf Hochtouren laufen, da es ja drei weitere Avatarfilme geben wird. Das war echt spannend, aber ihr könnt euch ja sicher vorstellen, wie utopisch teuer die Souvenirs waren, verrückt!
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echt cool
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richtig schön eklig
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alle Herr der Ringe-Figuren
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Gandalf beschützt mich…
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…vor dem riesen Troll

Es war schon schön dort, aber am Ende habe ich mich auch gefreut als es weiter ging.

Bis später, eure Magda.

Ich habe dich nicht vergessen!!

Allerliebste Fredi,

ich habe dich wirklich, wirklich nicht vergessen und wünsche dir nachträglich alles erdenklich Liebe und Gute zu deinem Geburtstag. Ich hatte bis gestern Abend kein Internet, aber du kannst mir glauben, dass ich an deinem Geburtstag ganz viel an dich gedacht habe! Hoffentlich hattest du auch schönes Wetter, bei mir hat nämlich die Sonne toll geschienen.
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morgens im Zelt

Fühl dich wie verrückt gedrückt, deine Magda.