Monthly Archives: February 2014

…weil die Natur hier mehr als bezaubernd ist.

Und da bin ich schon wieder,

nachdem ich jetzt ungefähr dreimal von meiner reizenden Mama aufgefordert wurde, dass ich doch endlich weitererzählen soll, kommt nun auch mein nächster Eintrag, selbst wenn ich gerade auch einfach schön irgendwo in der Sonne gammeln könnte. In letzter Zeit ist das mit Blog schreiben eben so eine Sache, weil ich vielleicht maximal eine Woche an einem Ort bin und mir dort ja auch eher Innenstadt und Umgebung anschaue, als ständig im Internet zu sein, aber dafür bekommt ihr am Ende auch mehr Fotos zu sehen – alles hat eben seine Vor- und Nachteile.

Vom 10. bis zum 14. Februar war ich in der Nähe von Nelson im Abel Tasman National Park wandern und ich habe sowohl davor, als auch etwas danach meine Zeit in Nelson genossen. Der Nationalpark besteht aus einem Wald der direkt an der Küste langgeht. Dort ist auch die Golden Bay – der Name, weil die Strände eben goldig sind.
Man läuft also eigentlich immer an der Küste lang, aber eben nicht genau am Strand, sondern ein bisschen oben in den Hügeln und Wäldern, weshalb es immer auf und ab geht. Es ist kein Rundwanderweg, sondern wie eine Strecke, aber man kann sozusagen an beiden Seiten anfangen. Übernachtet habe ich an den einzelnen Etappen in meinem Zelt, wo ich jetzt schon länger auch in den Städten drin wohne. Ich hatte also meinen Rucksack den ganzen Tag auf dem Rücken, welcher am Anfang schätzungsweise circa fünfzehn Kilo gewogen hat. Auch musste man seinen ganzen Müll immer mit sich tragen, weil es eben ein Nationalpark ist und dort keine Mülleimer aufgestellt werden. Leider habe ich keine Karte, was die Erzählung natürlich wesentlich schwieriger gestaltet, aber ich versuche mal mein Bestes, wobei es wohl am sinnvollsten ist, euch jeden Tag einzeln zu beschreiben.

Tag 1
Von Nelson aus bin ich mit dem Bus in das kleine Örtchen Marahau gefahren, wo der Walk beginnt. Ich habe jedoch ein Wassertaxi genommen, was mich sozusagen fast bis zum Ende der Wanderung gebracht hat, um dann in den folgenden Tagen selber nach Marahau zurückzulaufen. Auf dem Motorboot war es richtig cool. Das kleine Ding war wahnsinnig schnell und wir haben wieder ein paar tolle Tiere und beeindruckende Natur gesehen. Auf dem Wasser bin ich bis Totaranui gefahren. Von dort begann dann wirklich das Wandern. Der Walk geht von Totaranui noch ein Stück weiter, also das ist noch nicht ganz das Ende. Somit bin ich von dort nach Whariwharangi gelaufen, was ungefähr drei Stunden gedauert hat. Von Marahau gelaufen wäre das er letzte Platz, auf dem man übernachtet, für mich war es der erste. Das Wandern war schon kein Spaziergang, weil man sich auch erstmal daran gewöhnen muss, mit einem Rucksack auf dem  Rücken so weit zu laufen und es ging ja auch dauerhaft auf und ab, sodass ich am Ende schon ganz glücklich war, mein Zelt aufbauen zu können. Das war schon spannend, da stand dann eben ein Waschbecken mitten in der Natur und dann noch ein Klohäuschen, das war es dann aber auch schon. Ich hatte beschlossen, mir nicht für die paar Tage einen Kocher zu kaufen und habe somit meine Dosen immer schön kalt gegessen.
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…ein erster Eindruck
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Split Apple Rock – Naturphänomen

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aufgespritztes Wasser vom schnellen Wassertaxi
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Seerobbe mit kleinem Robbenbaby – so süß
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zerstrampelte Strände
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von ein bisschen weiter oben
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Riesengrillen, die wahnsinnig laut sind
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schön anzukommen

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Diese kleinen Viecher sehen zwar aus wie Fruchtfliegen, sind aber wesentlich gemeiner. Das sind Sandflies und sie beißen total fies.

Tag 2
Ich wusste ja schon vorher, dass das mein längster Tag wird, aber dass er so hart wird, hat mir keiner gesagt. Da ja Whariwharangi sozusagen das (eine) Ende vom Track ist, bin ich wieder Richtung Totaranui gelaufen. Natürlich wäre es langweilig gewesen, wieder den selben Weg wie am Vortag zu laufen und ich habe mich für den Inlandtrack entschieden – welch dumme Idee. Dieser wurde schon vorwarnend Gibbs Hill Track genannt, sollte aber eigentlich nicht so viel anstrengender als die normalen Wege sein. Erst war soweit auch alles gut, es ging langsam, leicht ansteigend nach oben, aber “kurz” vor dem Gipfel wurde es dermaßen steil, dass es echt kräftezährend war – und dieser letzte Teil bis hoch hat sich gezogen, unglaublich. Dort musste ich bedauernder Weise feststellen, dass der Pfad nach unten noch viel schlimmer sein wird. Nicht im Sinne von körperlich anstrengend aber doch irgendwie im Sinne von nervenaufreibend…ich habe ja sozusagen Arschloch-Knie. Es war wirklich Horror, meine Knie haben schrecklich weh getan und der steile Abstieg schien einfach kein Ende zu nehmen. Irgendwann bin ich ziemlich fertig dann doch noch in Totaranui angekommen – aber von dort ging es nochmal einiges weiter bis nach Awaroa. Eigentlich war der Walk da gar nicht mehr schlimm, aber meine Kräfte waren schon ziemlich aufgebraucht und ich habe mich nochmal etwas verlaufen, was auch nur im Nachhinein zur allgemeinen Erheiterung beiträgt. Kurz vor Awaroa gab es dann ein tide crossing. Dort ist wie eine Bucht, welche man durchläuft, wenn Ebbe ist. In dem Fall war das der einzige Weg um zum Zeltplatz zu kommen, was natürlich auch heißt, dass man auf die Gezeiten und somit auf die Uhrzeit achten muss – auch wenn ich gar keine Uhr mehr besitze. Ich stand zeitweise knietief im Wasser, aber es hat total Spaß gemacht und war leicht zu laufen. An dem Tag war ich mit Pausen und allem drum und dran siebeneinhalb Stunden unterwegs.
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vielleicht auf halber Höhe, aber trotzdem schon eine tolle Aussicht

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über vierhundert Meter hoch, beim Meeresspiegel habe ich angefangen
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kilometerlange Strände
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die überquerte Bucht bei Ebbe
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mehr als glücklich, den Tag geschafft zu haben und zu nicht mehr viel zu gebrauchen
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meine Füße nach nicht mal zwei ganzen Tagen – Sandflies sind zum Kotzen

Tag 3
Das ich nach dem Tag davor Muskelkater habe, war ja nicht wirklich anders zu erwarten. Gut also, dass dieser Tag wesentlich kürzer werden sollte. Es ging für mich von Awaroa weiter nach Bark. Der Weg war zumeist entspannt, nur am Ende wurde es noch einmal etwas steil, aber gegen den Tag davor war das mehr als human. Relativ schnell stellt man hier fest, dass Strandwalks wirklich kein Vergnügen sind. Es gab nicht viele davon, zum Glück, weil die sind echt nervig und anstrengend. Bark war mein kompletter Favorit, was den Campingplatz angeht. Kurz davor ging es wieder etwas durch das Watt und mein Zelt stand sozusagen auf einer Landzunge. Mir hat es dort richtig gut gefallen und ich war auch das erste Mal in Neuseeland im Meer baden, was für eine Erfrischung, wenn man bedenkt, dass es nirgends Duschen gab. Blöder Weise hat sich am Abend eine Wespe in meinem Tuch verfangen und mich genau in den Hals gestochen. Diesen extremen Schmerz hatte ich wirklich vom letzten Stich, der wohl zehn Jahre her ist, verdrängt. Ich würde schätzen, dass ich vielleicht so fünf Stunden unterwegs war.
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Wer entdeckt das kleine Kücki?
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der Strand an der Bark Bay
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frisch gebadet und sehr zufrieden
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Idylle pur

Tag 4
Der Tag war mein kürzester und sollte ja eigentlich ganz entspannt werden. Tja und dann kam es doch ganz anders als geplant. Noch relativ am Anfang vom Walk bin ich mit meinem einen Fußgelenk irgendwie umgeknickt, weil es da gerade etwas steinig war und mit meinem anderen Knie direkt und mit Kraft auf einen Stein geknallt – mein Geschenk des Tages. Ich bin eigentlich sofort, als ich wieder auf den Beinen stand weitergelaufen, aber mit der Zeit wurde mein Knie dicker und das Laufen schmerzhafter. Dennoch habe ich es nach Anchorage relativ gut geschafft und mein Knie auch dort weiterhin immer bewegt oder im Meer gekühlt. Ungefähr hat es vier Stunden vom einen Zeltplatz zum anderen gebraucht. Kurz vorm Schlafen war es richtig, richtig schlimm und ich hatte Angst, dass ich am nächsten Tag vielleicht nicht laufen kann und der Schmerz nicht nachlässt…
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Karibikfeeling
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So ungefähr sah der Track überwiegend aus.
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mein Gepäck während einer Pause
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kleine Inselchen – meine Schwäche
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Beim tide crossing folgt man diesen roten Punkten durch das Watt.
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nicht so begeistert – mit kaputtem Knie

Tag 5
Mein Knie war morgens wesentlich besser, aber schmerzhaft noch immer, jedenfalls konnte ich damit laufen. Nun ging es von Anchorage zurück nach Marahau. Ich war insgesamt nicht einmal fünf Stunden unterwegs und der Track war richtig, richtig entspannt – gut für mich und mein Knie. Es mussten keinen großen Höhen uberwunden werden und richtig steil wurde es auch nie. Kurz vor dem Ende habe ich die Zeit noch an einem Strand genossen, weil ich nicht so früh wieder im Ort sein wollte. Noch am gleichen Tag ging es wieder zurück nach Nelson.
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Mir geht es gut!
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kurz vor dem Ziel
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der kleinste Nationalpark Neuseelands, aber einer der schönsten
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ein weiteres Mal Ebbe
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glücklich und zufrieden

So, das reicht jetzt aber wirklich erstmal. Mama, hoffentlich bist du jetzt zufrieden gestellt, ich will nämlich noch etwas erleben.
Liebe Sonnengrüße, eure Magda.

Nelson – die bisher schönste Stadt

Ich melde mich auch mal wieder…

tja, in letzter Zeit gehen die Tage irgendwie immer viel schneller rum, als ich das eigentlich will, weshalb ich auch nicht wirklich zu vielen Dingen komme. Hier also eine kleine Entschuldigung, dass ich mich länger nicht gemeldet habe.
Bis vor kurzem war ich noch in Nelson und diese Stadt hat es mir schon irgendwie angetan. Relativ zu Beginn war ich dort auf einem farmers market. Das ist hier in Neuseeland so ziemlich der einzige Platz, wo man zu ansatzweise normalen Preisen frisches und wirklich leckeres Obst und Gemüse kaufen kann. Danach habe ich zum Beispiel seit anderthalb Monaten mal wieder eine Tomate gegessen. Wisst ihr wie lecker stink normale Tomaten sein können? Jaja, das ist schon lustig.
Durch die Stadt kann man auch wunderbar bummeln und die Zeit jetzt relativ kurz vor dem Rückflug ist sowieso wunderbar, weil man endlich mal die kleinen, süßen Sachen, die einem vor die Nase kommen, kaufen kann – denn es ist ja nicht mehr lange. Es gibt ein paar Kunstlerläden und es ist einfach toll in diesem Sinne durch die Innenstadt zu schlendern.
Einen Tag war ich beim Mittelpunkt Neuseelands, der genau in Nelson liegt. Wirklich spektakulär war das nicht, aber ich fand es irgendwie lustig, weil ich ja Zuhause auch direkt neben dem Mittelpunkt Deutschlands wohne. Der hier lag auf einem kleinen Berg, von dem man wenigstens eine tolle Aussicht hatte.
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ein Stück von Nelson
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wieder die schöne, neuseeländische Natur
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das Meer, was mich ja immer am meisten fesselt
Genau dort, wo der Mittelpunkt liegen soll, ist wie eine Kompassnadel angebracht, was schon cool aussieht.
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Na, wie weit sind die beiden Mittelpunkter der Länder voneinander entfernt?
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in den Himmel fotografiert

Am Samstag gibt es mitten in Nelson jede Woche den Nelson market, wo ganz viele Kunsthandwerker, Künsteler und andere schrecklich kreative Menschen ihre Stände aufbauen. Da kann man erst richtig bummeln! Gutes Essen gibt es auch, aber ich habe mir lieber etwas in einer schwedischen Bäckerei gekauft, das war super.
Ja, was soll ich sagen… Ist es nicht verblüffend, dass Nelson schon die letzte Station auf der Südinsel für mich war?

Ich melde mich ganz bald wieder, eure Magda.

was eine zerstörte Stadt

Hallo von der nächsten Station,

vom liebevollen Dunedin ging es weiter nach Christchurch, der größten Stadt der Südinsel. Hier waren 2010 und 2011 zwei ziemlich schlimme Erdbeben, die Christchurchs Zentrum so gut wie gänzlich zerstört haben.
Von allen um mich herum hatte ich gehört, dass es dort wirklich nichts als Zerstörung zu sehen gibt und deshalb war auch ich nur für vier Nächte dort. Viele haben mich noch gefragt, was ich so lange dort machen will. Das stört mich manchmal. Alles ist so schnelllebig, kaum kommt man irgendwo an, geht es schon weiter. Ich finde das auf Dauer anstrengend, dann sieht man irgendwie alles, aber doch auch wieder nichts. Ich schaue mir lieber weniger Plätze an und die dafür ein bisschen länger, weil ich dann auch die kleinen, süßen Ecken entdecken kann und nicht nur das sehe, wo eh jeder Touri hinläuft.
Abgesehen davon ist es gerade hier in Neuseeland schrecklich anstrengend, weil überall, wirklich überall Deutsche sind. In Auckland habe ich mich darüber ja noch gefreut, aber jetzt nervt es mich nur noch! Egal durch welche Innenstadt ich gehe, mindestens jede dritte Gruppe redet deutsch. Da kann mir keiner erzählen, dass das normal ist! Ich habe gehört, dass in Neuseeland zu jeder Zeit eine Millionen Deutsche sind. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber für unrealistisch halte ich es nicht mehr. Das ist schon erschreckend, wenn man bedenkt, dass Neuseeland insgesamt nur ungefähr 4,5 Millionen Einwohner hat.

Christchurch war am Ende dann auch so, wie die meisten gesagt haben. Überall standen Bauzäune und man hätte meinen können, dass die Erdbeben maximal ein halbes Jahr her sind – ein komisches Gefühl. Ich habe fast keine Fotos gemacht, es waren keine schönen Fotomotive.
Am meisten hat mich die zerstörte Kirche berührt, weil ich finde, dass es bei Gotteshäusern noch einmal ganz anders wirkt.
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Diese Kirche ist damals während eines Gottesdienstes eingestürzt, aber es ist dabei keiner ums Leben gekommen.
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Das Kunstwerk steht genau daneben. Ich dachte erst, dass es nach dem Erdbeben gebaut wurde, aber eine Postkarte von der Zeit davor hat mich vom Gegenteil überzeugt.

Die neue Innenstadt besteht nur aus richtig hässlichen Containern, obwohl darin sogar teilweise ganz süße Läden versteckt sind. Zum Beispiel habe ich eine europäische, richtig leckere Bäckerein entdeckt. Auf richtiges, deutsches Brot freue ich mich ja schon länger. Es sieht von außen einfach zu unpersönlich und gesichtslos aus, da fällt es dann auch viel schwerer, in die Läden reinzuschnuppern.

Was wirklich sehenswert ist, ist der botanische Garten in Christchurch. Zum einen ist das eine riesige Grünfläche, wo man durchaus den ganzen Tag verbringen kann, zum anderen gibt es wirklich schöne Pflanzen zu sehen. Mich hat der Rosengarten sehr begeistert.
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Vor dem Eingang vom Rosengarten stand diese tolle Statue, das fand ich echt stilvoll, irgendwie.
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Noch dazu war es wirklich ein schöner, sonniger Tag!
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Es war so schön, weil man an allen Rosen riechen konnte und ihr glaubt gar nicht, wie toll die geduftet haben! So richtig wie Rosen, was man ja bei den meisten Blumensträußen schon nicht mehr hat.

Jetzt beim Reisen sind meine Hostels eigentlich nie genau im Zentrum, weil es etwas außerhalb ganz einfach billiger ist und meist auch ein bisschen ruhiger. Supermärkte sind hier so oder so fast immer außerhalb und deshalb bewegt man sich jeden Tag eigentlich relativ viel, auch wenn man keinen richtigen Sport macht. Damit ihr euch das ein bisschen besser vorstellen könnt: Den einen Tag bin ich mehr als zehn Kilometer gelaufen, weil ich bei ein paar Geschäften ein bisschen abseits war, wie zum Beispiel einem Lebensmittelladen. So viel laufe ich sicher nicht jeden Tag, aber man bewegt sich schon wesentlich mehr als Zuhause, aber ich mag das sogar, irgendwie.

Hoffentlich wird die nächste Stadt schöner, eure Magda.

ein Platz zum Wohlfühlen

Hi ihr Lieben,

da ich ja jetzt recht viel durch Neuseeland reise und somit nur eine relativ kurze Zeit in den einzelnen Städten bin, werde ich nun einfach meistens einen Artikel über die gesamte Zeit schreiben, was aber eben heißt, dass sich das alles etwas nach hinten verschiebt.

Von Queenstown ging die Reise für mich weiter nach Dunedin, an die Ostküste der Südinsel. Hier war ich eine ganze Woche in einem wirklich nettem Hostel in einem Zwölfbettzimmer.
Die Stadt hat schottische Wurzeln und ist daher für mich ein Stück Heimat gewesen, weil ich zum Beispiel endlich mal ein paar ältere Bauwerke gefunden haben. Viele Leute meinen zwar, dass sie Neuseeland insgesamt sehr europäisch angehaucht finden, aber ich finde dafür die Innenstädte hier viel zu gesichtslos. In Dunedin konnte man sogar einige kleine, süße Läden finden und ein wenig durch die Stadt bummeln, unglaublich!

Ich habe hier, wie überall, ein paar Leute getroffen und zufällig waren da welche mit einem Auto. Das war echt klasse, denn mit denen bin ich auf die Halbinsel genau neben der Stadt gefahren und konnte dort die kleinsten Pinguine der Welt beobachten.
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Einige kennen das Bild sicher schon, aber da sieht man den Pinguin wohl am besten.
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Das ist leider zu dunkel, aber ich finde es irgendwie so süß.
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Und hier schaut er uns sogar an!

Diese Pinguine haben ein blaues Fell, was man auf den Fotos aber leider nicht erkennen kann. Sie kommen nachts an Land und schlafen dann im Gebüsch und dabei konnten wir sie beobachten. Ich fand daran schön, dass sie eben frei sind und richtig in der Natur leben, aber im Gegenzug dann irgendwie albern, dass wir trotzdem Geld dafür bezahlen mussten – dass man Tiere in freier Wildbahn beobachten kann.
Es hat sich aber dennoch richtig gelohnt, die waren wirklich klein und es war furchtbar süß, wie sie da so langgewatschelt sind.
Da das aber eben nach Einbruch der Dunkelheit war, war es trotz Beleuchtung richtig schwer ordentliche Fotos zu schießen. Dafür habe ich einige gute Videos.

Mein persönliches Highlight war die Schokoladenfabrik in Dunedin. Ich habe dort eine anderthalbstündige Führung gemacht und fand es wirklich toll! Man hat richtig viel Schoki  geschenkt bekommen, es wurden einem spannende Dinge erzählt, am Ende der Führung hat jeder einen kleinen Becher voll warmer, noch flüssiger Schokolade bekommen – ein Genuss und am Ende gab es noch einen kleinen, niedlichen Shop, wo die Schokolade billiger war, als im normalen Supermarkt. Richtig beeindruckend war ein Schokoladenwasserfall, bei dem wir eine Tonne flüssige Schokolade von der Decke haben fallen sehen. Am Anfang habe ich mich total erschrocken, als da so ein übelster Schwall Schoki runtergefallen ist.
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Das war gleich im EIngangsbereich, ein riesen Schokoladenberg.
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Meine Liebe zur Schokolade wird nie enden!

Nun schleppe ich zu viel Schokolade mit mir rum, aber immerhin habe ich sie viel günstiger bekommen als normal. Da nehme ich doch ein bisschen schwereres Gepäck gerne in Kauf!

Eigentlich habe ich in meiner Zeit in Dunedin gar nicht so viele Attraktionen gesehen. Ich habe mehr genossen, keine Termine zu haben, bin durch die Stadt gebummelt und habe entspannt.
Spontan hatte ich die Möglichkeit drei Tage lang für Unterkunft zu arbeiten, was mir mehr als zu passe kam. Da habe ich dann zwei Stunden pro Tag wirklich einfache Arbeit gemacht und konnte kostenlos im Hostel schlafen. Die Handgriffe bin ich auch gewohnt, weil ich ja vorher sowohl im Motel, als auch im Hostel recht lange tätig war. Das bringt mir dahingehend natürlich auch Vorteile, weil es nicht schwer ist wieder reinzukommen und weil man zügig wieder schnell arbeitet.

Dunedin ist wirklich eine tolle Stadt. Dort steht auch sozusagen der südlichste Dom Neuseeelands, den ich auch besucht habe. Die Ruhe von Kirchen ist magisch, finde ich.

Also dann bis zur nächsten Station, eure Magda.