Genießerin

Hallo ihr Adventskinder,

heute durften hoffentlich die meisten von euch ihr erstes Türchen am Adventskalender öffnen und sich über eine kleine Überraschung freuen. Ich habe gestern auch ein kleines Adventspäckchen bekommen und kann jetzt jeden Tag bis Januar einen schönen Text lesen – danke für einen “Anderen Advent” Mama!
Lange habe ich mich jetzt schon nicht gemeldet, aber nun habe ich mal wieder Lust und Laune. Es sind einfach keine großartig neuen Dinge hier passiert. Ich wohne noch immer mit im Haus meiner Gastfamilie und das auch noch immer gerne. Die Leute sind noch immer echt lieb und die Arbeit macht noch immer Spaß. Mir geht es somit weiterhin bestens hier, aber nach Weihnachten muss ich dann echt mal ein bisschen weiterreisen, sonst schaffe ich es am Ende gar nicht zurück nach Auckland.
Letztens hatte ich zusammen mit meiner Gastfamilie mein erstes, neuseeländisches Barbecue mit Fleisch natürlich, selbstgemachtem, mega leckerem Salatdressing – von der Oma – und Maiskolben, die auch auf dem Grill waren. Das war so verdammt lecker und wie immer voll gemütlich und nett mit der ganzen Familie!
Übrigens ist der liebe Franz gerade auf dem Weg nach Auckland. Das ist alles schon irgendwie lustig!

Vor ein paar Tagen hat eine Freundin, Sophie, kurzfristig zweimal in Fox übernachtet und da haben wir uns natürlich sofort verabredet. Ich habe sie in einem Hostel in Auckland kennengelernt, als ich gerade vor meinem ersten Job geflüchtet bin. Am ersten Nachmittag hier sind wir zum See gegangen. Lake Matheson ist ein sehr bekannter See in der Gegend und der ist wirklich nicht weit weg von mir. Die beiden Berge spiegeln sich mega schön im Wasser – wenn es windstill und wolkenlos ist.
P1110660                                                                                            Jedoch war es an diesem Tag sowohl windig, als auch wolkig, aber dass es faszinierend aussehen kann, könnt ihr euch bei dem Bild ja vielleicht trotzdem vorstellen.
Dort gibt es ein richtig gutes Café, was wir uns an dem Tag dann auch gegönnt haben, zumal wir beide noch kein Mittag gegessen hatten. Anschließend sind wir – uns dauerhaft irgendetwas erzählend – zurück zu meinem Motel gelaufen, wo wir dann noch richtig lecker Abendessen zusammen gemacht und viel gelacht haben.
P1110696                                                                                               Guckt mal, das ist ein Gesicht, was Sophie gestaltet hat, haha. Der Kartoffelbrei ist selbstgemacht und war sehr, sehr schmackhaft.

Den zweiten Tag haben wir auch noch gemeinsam genutzt – um zum Gletscher zu gehen. Ja, ich habe nach anderthalb Monaten in Fox auch endlich mal das Eis hier gesehen. Fast unglaublich, oder? Leider war das Wetter nicht so nett zu uns, der Himmel war mal wieder mit Wolken bedeckt und es hat auch zeitweise richtig heftig geregnet. Aber toll und vor allem sehenswert war es trotzdem!
P1110700                                                                                                Das ist der Teil vom Gletscher, den man sehen kann, ohne im Helikopter zu sitzen, aber das Eis geht rechts hinter dem Hügel noch wesentlich weiter.
P1110728                                                                                   Natürlich gab es wieder nette Leute, die uns gefragt haben, ob sie ein Foto von uns beiden machen sollen.
Auch der Rückweg war richtig schön, weil man so durch dieses Tal gegangen ist, wo jetzt der Fluss langfließt, aber früher ging das Eis auch viel, viel weiter. Da gab es auf dem Weg dorthin Markierungen, wann der Gletscher bis zu welchem Punkt ging. Das war schon echt erstaunlich.
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Da stand ich auf sowas wie einem Felsen, aber das sieht man leider nicht so gut.

Und nun zum traurigen Teil des Tages: Ich habe meinen Objektivschutz verloren – aber meiner Kamera geht es ansonsten bestens! Wir saßen auf einem Steinhaufen und ich wollte ein Foto von der Landschaft machen, weil das so schön aussah. Mir ist dann die Kappe runtergefallen und natürlich übelst ins Geröll – da hat auch Steine verschieben nichts geholfen, leider.
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Dort irgendwo habe ich mich jetzt verewigt – ohne das es jemals jemand sehen wird.

Ändern kann ich es jetzt eh nicht mehr und eine neue ist glücklicher Weise nicht teuer und auch nicht so kompliziert zu beschaffen, also ist das eben so wie es ist.
Der Weg zurück zur Stadt war nochmal echt schick und sogar recht weit – fünf Kilometer ungefähr.
P1110752                                                                                                                                  Der See hatte eine sehr beeindruckende Färbung.
P1110760                                                                                              Erst waren wir auf einer voll coolen Hängebrücke, die über den Gletscherfluss geht.
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Und dann ging es scheinbar mitten durch den Urwald. Ganz als Jungelkind gehe ich wohl noch nicht durch, aber ich bin immerhin schon einmal barfuß!

An dem Abend haben wir uns entschieden bei Sophie im Hostel zu kochen und auch diesmal war das Essen echt supi lecker.
P1110784                                                                                                Das ist Reis mit Kürbis und Zwiebel in so indischer Soße mit verdammt leckere Tomaten.
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Zum  Schluss hat Sophie mir noch etwas ziemlich abscheuliches präsentiert – Milchpulver. Gib es zu Wasser dazu und du erhälst eine mehr oder weniger leckere, mehr oder weniger echte Milch – meiner Meinung nach komplett widerlich!

An dem Abend waren richtig viele Deutsche im Hostel und tagsüber am Gletscher auch – das war irgendwie voll komisch und teilweise etwas anstrengend.
Es war zwei wunderschöne Nachmittage mit der tollen Sophie und wir hatten unglaublich viel Spaß zusammen.

In letzter Zeit habe ich mich an einigen Rezepten probiert und möchte euch natürlich auch ein bisschen daran Anteil haben lassen, auch wenn ihr leider, leider nicht probieren könnt – aber ein bisschen Neid ist vielleicht auch nicht schlecht.
Als erstes gab es Chocoflakes.
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Ich habe mich – wer hätte etwas anderes erwartet – für yummy weiße Schokolade entschieden.
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Es gab welche mit normalen Cornflakes und welche mit so Schokosnaps.

Ich hätte zwar durchaus mehr Knusperzeug nehmen können, aber für den ersten Versuch, der komplett frei Schnauze war, war ich mit dem Produkt doch echt zufrieden!
Dann habe ich mich endlich an Bananenbrot versucht. Falls ich davon noch nicht geschwärmt habe, muss ich das unbedingt jetzt nachholen! Das gibt es hier in den meisten Supermärkten in der Backwarenabteilung. Es ist ein saftiges, mega leckeres, nach Banane schmeckendes Gebäck, was wohl mehr als Kuchen bezeichnet werden sollte. Man kann es einfach so mampfen, man kann irgendwas leckeres, wie Nutella draufschmieren und man kann es auch noch toasten – dann schmeckt es wie gebackene Banane – einfach genial! Jedes Mal wenn ich es irgendwo entdecke, schaffe ich es am Ende nicht daran vorbeizugehen, ohne eins mitzunehmen.
P1110791                                                                                              Wer hätte gedacht, dass da wirklich Bananen reinkommen? Und die waren so reif, dass man die fast nur noch hätte zum Backen benutzen können, also perfekt um ein tolles Aroma zu erzielen.
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Mein erstes selbstgemachtes Bananenbrot war echt gut und auch wirklich schnell alle. Das ist aber auch richtig so, da es am besten schmeckt, wenn man es ganz frisch ist.

Gestern habe ich einen Vanilleaufstrich gemacht, bei dem ich anfangs wirklich skeptisch war, aber jetzt finde ich den super lecker.
Es ist einfach klasse eine schön große Küche mit ordentlicher Ausstattung und gut funktionierenden Geräten zu haben, denn im Hostel würde einem so etwas durch die Vorraussetzungen dort schon wesentlich erschwert werden.
Meine Gastfamilie hat bisher auch alles gekostet und fanden es immer super lecker, also können sie wirklich nicht schlecht gewesen sein, außerdem haben sie mir ja auch geschmeckt.
Ach ja, das habe ich bisher ganz vergessen. Es gibt eine kleine Planänderung für Weihnachten. Melanie und ich haben beschlossen, dass es für sie nicht wirklich sinnvoll ist hier zu sein, weil sie noch einen richtig weiten Weg zurücklegen müsste und in der Zeit gar nicht mehr schaffen würde, sich alles spannende hier anzuschauen. Das ist aber nicht dramatisch, weil sie schon einen Platz bei einer Familie für die Zeit hat und ich ja mit meinen Leuten super auskomme.
Nach Weihnachten werde ich mich auf den Weg machen, um ein paar neue Gegenden zu sehen und würde am liebsten als Au Pair anfangen. Inwiefern ich da am Ende etwas passendes finde, weiß ich heute leider noch nicht.

Habt alle eine schöne Adventszeit und seid immer gespannt auf das nächste Türchen im Kalender, eure Magda.

2 thoughts on “Genießerin

  1. Oh, da läuft einer ja das Wasser im Mund zusammen. Ich bin schon super neugierig auf die Nachahmungen zu Hause. Und die Wanderung war auch zum Anfüttern, das macht wirklich Lust. Es ist schon toll, in welch grandioser Landschaft du dich bewegst, wirklich eine andere Welt. Dein unsäglicher Papa hat einfach mein notebook okupiert und die Kommentare auf seinen Namen umbenannt. Dennoch bin das ich, deine meist liebreizende
    Mama

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