Monthly Archives: October 2013

fünzig Tage von Zuhause weg

Hi ihr, die ihr bald frieren müsst,

heute bin ich wirklich schon so lange weg! Könnt ihr euch das vorstellen? Ich mir irgendwie nicht! Aber ich merke ja, dass ich mich bestens eingelebt habe, in dem doch so schönen Land. So etwas hätte ich vor fünzig Tagen nie und nimmer behauptet. Es hat sich einiges verändert, das gebe ich unumwunden zu!
Fünzig ist eine wirklich große Zahl und ich war weder schon einmal so lange von meiner wunderbaren Familie, noch von meinem liebsten Freund weg. Das finde ich enorm!
Noch dazu war heute ein wirklich guter und auch schöner Tag für mich! Nach vier Tagen Dauerregen, der nun wirklich nicht als nieseln oder tröpfeln abgestuft werden kann, mit immer wiederkehrenden mächtig intensiven Gewittern, bei denen mindestens einmal der Blitz im Umkreis eingeschlagen hat und noch ein paar mal Hagel zur Abwechslung, haben wir hier nun seit drei Tagen einigermaßen beständiges Wetter. Man kann draußen sitzen; wenn die Sonne scheint, muss ich schon wieder aufpassen, dass ich mir keinen Sonnenbrand hole und endlich habe ich den Geruch von Frühling in der Nase!

P1110235                                                                                                     Da war es noch kalt. Rechts der schneebedeckte Zipfel ist der Mount Cook und links der der Mount Tasman. Wenn ihr das Bild mit dem anderen vergleicht, werdet ihr sehen, dass hier der Schnee gefährlich nah ans Tal herangekommen ist. Es war also wirklich kalt!

Eigentlich gab es heute keine Arbeit für mich, aber dann durfte ich vier Stunden lang Fenster putzen. Ich bin hier um Geld zu verdienen und daher über jede Möglichkeit so zu tun glücklich und mache es auch wirklich gern! Somit hat das meine Laune schon einmal deutlich aufgehellt. Außerdem wurde ich von den alten Leuten, mit denen ich gerade quasi zusammenarbeite, bis das Ehepaar wieder aus dem Urlaub zurück ist, zu einem Kaffee in den Ort eingeladen. Das war so lieb und ich habe mich unglaublich darüber gefreut! Am Anfang hatte ich nämlich sehr stark das Gefühl, dass ich der Oma einfach nicht passe und habe die gesamte Zeit nicht verstanden warum. Jetzt mag sie mich anscheinend doch und nachdem ich die ganze Arbeit beendet habe, durfte ich ein “Good girl!” von ihr hören, was mir doch ein Lächeln auf meine Lippen zauberte. Sie hat mich noch nie in irgendeiner Form wirklich gelobt und von daher war das ein wirkliches Kompliment für mich. Da muss man doch ehrlich sagen, dass heute ein gelungener Tag ist, oder was meint ihr?
Mir gefällt es hier wirklich immer besser, vor allem tut es gut, dass die Sonne sich ein bisschen öfter zu erkennen gibt. Ich finde mich bei der Arbeit schon bestens zurecht und es ist fast alles völlige Routine geworden. Daher ist es morgens manchmal schwer sich richtig dafür zu motivieren, aber wenn ich dann meine Musik höre, ist die Welt wieder in Ordnung.
Und mein erstes Tagebuch ist auch schon vollgeschrieben, was mich fast ein bisschen schockiert – nach gerade einmal anderthalb Monaten. Mein tolles Buch habe ich leider auch “aufgelesen” und die Nummer zwei ist noch viel weniger als die Nummer zwei und oftmals nicht einmal mittelprächtig, aber ohne zu lesen wäre es hier manchmal wirklich zu langweilig!
Noch eine spannende Neuigkeit habe ich für euch! Ein Kumpel, den ich und einige von euch auch über David kennen, nämlich Franz, kommt nach Neuseeland und wahrscheinlich sogar schon im November! Ist das nicht cool? Ich freue mich total ihn hier zu sehen und wir werden sicher ein paar schöne Sachen miteinander erleben!

Ich genieße jedenfalls mein Leben hier und hoffe ihr alle tut das genauso. Wenn es spannende Neuigkeiten gibt, etwas anderes als routinierte Hausarbeit, dann schreibe ich euch natürlich, eure Magda.

Geburtstagsgrüße an den wirklich Größten

Lieber Papi,

ich drücke dich ganz doll aus der Ferne und hoffe, dass bei dir heute auch die Sonne scheint!

P1110277                                                                                                   In den Bergen bist du ja auch gerade, nur liegt da wahrscheinlich kein Schnee.

Genieß den Tag mit all den lieben Leuten, die um dich herum sind! Ich wünsche mich zu euch an den Tisch.

Sonnig warme Grüße allein für dich, deine Magda.

 

Ich wollte ja nur Essen zu leistbaren Preisen kaufen…

Na ihr manchmal doch Beneidenswerten,

wie ihr ja im letzen Post gelesen habt, ist es hier mit der Verpflegung etwas kompliziert. Noch dazu ist das Ehepaar, dem das Motel gehört, heute früh in den Urlaub gefahren. Somit hätte ich wieder auf längere Zeit kein Essen zu ansatzweise normalen Preisen kaufen können. Die Leute hier sind aber ganz einfach so nett, das es für fast jedes Problem eine Lösung gibt, so auch für meine Lebensmittelknappheit!
Ich bin also gestern zusammen mit dem Mann LKW gefahren. Bei gutem Wetter fährt er nämlich Sand oder etwas in der Art von einem Ort zum nächsten – ein ziemlich ermüdender Job. Jedenfalls fährt er eben am Ende in die Stadt, wo der nächste normale Supermarkt ist, meine Chance! Dort waren wir dann schließlich um elf Uhr, aber die Zeit vorher ging verblüffend schnell rum.
Manchmal war mir das alles schon suspekt und ich habe die Sitten von Neuseeländern etwas kennengelernt, zum Beispiel schamlos laut zu rülpsen und fluchen kann der, das ist erstaunlich! Wir haben einmal doch wirklich riskant einen Radfahrer überholt, der sich ganz sicher etwas bedrängt gefühlt hat, das war angsteinflößend! Und dann ist uns ein anscheinend wirklich dummer Vogel genau gegen das Dach geflogen und auf meine Frage ob der jetzt sterben muss, kam ein ziemlich unbeeindrucktes und kühles “Yes!”, tja so ist das anscheinend.

P1110222                                                                                               Das kleine Wölkchen schafft es leider nicht über den Berg.
P1110223                                                                                              Hier werden öfter mal ganze Kuhherden über die einzige Straße in der Umgebung geführt, sehr spannend!

Im Supermarkt wurde mein Gehirn mal wieder unter Beweis gestellt und hat gezeigt, dass es bestens funktioniert! Meine Einkaufsliste war wirklich lang, aber ich musste sie nicht einmal anschauen und habe trotzdem an alles gedacht. Da war ich schon ein bisschen stolz auf mich! Aber ich habe ja auch ein halbes Vermögen dafür ausgegeben… Jetzt muss das erstmal für eine längere Zeit reichen, sonst habe ich irgendwas falsch gemacht. Mit Obst und anderen frischen Sachen ist es daher hier unten wirklich kompliziert. Der kleine Laden im Ort hat weder eine große Auswahl, noch Früchte, wo das Auge gerne mitisst, aber ein bisschen arrangieren kann ich mich auf jeden Fall! Somit habe ich jetzt haltbare Sachen auf Vorrat gekauft und dabei versucht Vielfalt in das Ganze zu bringen – und jetzt glaubt bloß nicht, das sei so einfach!
Alles in allem muss ich wohl doch endlich lernen richtig zu kochen, um nicht jeden zweiten oder dritten Tag dasselbe essen zu dürfen. Soweit hört sich das ja echt gut an, den gerade habe ich wirklich die Zeit dazu!
Gestern musste ich damit auch nicht arbeiten, aber die Frau hat ganz oft gesagt, dass das echt in Ordnung ist und ich in nächster Zeit schon noch genug zu tun haben werde. Es stellt sich mal wieder heraus: Diese Familie ist durch und durch liebenswert! Letzens habe ich zum Beispiel etwas zum Abendessen bekommen, obwohl ich mich um meine Mahlzeiten ja völlig allein kümmern muss. Das war dann auch noch richtig lecker: Nachos mit Käse und einer schmackhaften Pampe.
Ab heute bin ich also mehr oder weniger allein beim Säubern des Motels, jedoch bekomme ich tatkräftige und ebenfalls liebe Unterstützung von den Eltern der Frau. Das Ehepaar ist jetzt für fast zwei Wochen im Urlaub – bevor die Saison hier richtig los geht, meinten sie. Somit werde ich jeden Augenblick zum Geld verdienen nutzen, insofern Arbeit zu erledigen ist.

Mal wieder völlig regnerische und doch recht kühle Grüße, eure Magda.

purer Genuss

Hallo ihr hoffentlich noch Neugierigen,

Vorgestern bin ich von Nelson nach Fox Glacier gefahren, eine zehn Stunden-Fahrt in einem Bus, wo meine Knie immer den Vordersitz berührt haben, egal wie sehr ich mich angestrengt habe. Das geniale: Der Busfahrer hat an den Pancake Rocks eine Pause gemacht und wir konnten uns die anschauen. Da hat man gleich richtig gute Laune bekommen, denn so schnell wäre ich dort wohl sonst nicht hingekommen.

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P1110161                                                                                                  Die Bilder sagen wohl, warum die “Pancake Rocks” heißen.

In Fox Glacier wurde ich von der Frau vom Motel vom Bus abgeholt und erstmal zu ihnen ins Haus gebracht um etwas mit ihnen zu trinken.
Als ich mein Zimmer bekommen habe, war ich total baff, es ist einfach der Wahnsinn! Eigentlich ist das eine richtige Wohung, zumindest für das, was ich in letzter Zeit gewohnt bin! Ich habe drei Betten zur Auswahl und habe jetzt die Tür zum Schlafzimmer schon richtig zu gemacht, weil ich das einfach nicht brauche, das wäre viel zu groß! Sozusagen lebe ich jetzt in einem riesigen Zimmer, bestehend aus Küche, Wohn- und Schlafzimmer, natürlich gibt es zusätzlich noch ein Bad. Aus dem Fenster raus schaue ich genau auf den Mount Cook und den Mount Tasman, wobei der erste der höchste Berg Neuseelands ist – schon echt spektakulär!

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P1110190                                                                                                Für mich ist das echt mehr als riesig, auch wenn ich das Schlafzimmer gleich gar nicht benutze!
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P1110193                                                                                                    Das ist der Blick aus meinem Fenster, wenn die Wolken mal weg sind und es gerade nicht regnet.

Und damit noch nicht genug: Die Arbeit ist gut, machbar und ich habe sogar Spaß dabei. Außerdem verdiene ich Geld, was ich gerade wirklich als Luxus hier unten ansehe. Das allerbeste sind die Leute! Diese Familie ist unglaublich lieb und nimmt mich richtig auf, obwohl ich ja eigentlich nur die Angestellte bin. Ständig bekomme ich Essen und Trinken angeboten, gestern war ich hier sogar zu einer Party eingeladen, das ist der Wahnsinn. Ich kann euch sagen, dass man sich nur schrecklich wohl fühlen kann. Und dann noch das Essen… Langsam merke auch ich, dass wohl wirklich leider jeder im Ausland zunimmt. Es gibt so viele neue und dann auch noch schlimm leckere Sachen, dass man sie einfach probiert haben muss! Wenn man dann auch noch so oft gefragt wird, ob man noch etwas haben will, ergibt man sich irgendwann dem Drang… leider und zum Glück, denn diese Geschmackserfahrungen wollte ich mir echt nicht entgehen lassen! Ja und zu guter Letzt noch die wunderschöne Umgebung, alles ist grün, oder die Gipfel der Berge eben von Schnee bedeckt. Vorhin ist einfach eine Kuhherde auf der anderen Straßenseite langgetrieben wurden und gestern Abend hat es plötzlich richtig aufgeklart, seit dem haben wir hier Sonnenschein und blauen Himmel, das kann man ja nur genießen!
Aber man ist wirklich ziemlich abgeschnitten von allem. Gestern war ich in dem einzigen Lebensmittelladen in dem Ort, es sind ca. zwei Kilometer bis dort, was mir aber nichts ausmacht. Erstens würde die liebe Frau hier mich auch hinfahren, zweitens laufe ich ziemlich gern (vor allem mit so einen tollen Hörspiel, liebster Bruder) und drittens habe ich das Fahrrad der Frau bekommen für die Zeit, die ich hier sein werde. Aber die Preise in diesem einzigen Geschäft, wo es Essen gibt, waren einfach nur unfassbar. Mir sind echt die Gesichtszüge entglitten – alles kostet fast doppelt so viel, wie in normalen Geschäften! Leider gibt es da auch nicht wirklich eine andere Möglichkeit, denn die nächste Stadt ist zwei Auto- bzw. vier Busstunden entfernt und das klappt bei mir zeitlich nicht, weil ich ja noch arbeiten muss – nebenbei. Die Leute hier fahren vielleicht ein- oder zweimal im Monat dort hin, aber da darf ich dann wenigstens mitfahren. So, den einzigen Mangel kennt ihr jetzt auch, jedoch finde ich dafür sicher auch noch eine Lösung oder zumindest einen Kompromiss!

Ich melde mich wirklich umgehend, wenn ich euch Fotos von hier zeigen kann, eure Magda.

Der lange Weg zur neuen Arbeit

Na meine Lieben,

um zum Gletscher auf die Südinsel zu kommen, wo ich jetzt arbeiten werden, musste ich von Rotorua aus noch in Napier, Picton und Nelson übernachten. Dort habe ich dann aber eben jeweils nur einen Nacht geschlafen und daher nicht so viel von den Städten gesehen. Trotzdem habe ich einen kleinen Einblick bekommen!
Napier war meine letzte Stadt auf der Nordinsel. Sie ist recht klein, liegt am Meer und wirkt auf den ersten Blick recht nett.

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P1110063                                                                                                      …nur ein winziger Eindruck.

Diese Blumenuhr ist in Napier so ziemlich das bekannteste.
Dort gibt es eine Art Freibad, wo das Wasser aber warm ist und man direkt auf den Ozean schauen kann. Sowas gibt es hier in Neuseeland ganz oft, aber bis jetzt war es mir entweder zu preisintensiv oder ich fand, dass es nicht schön da aussah.
Um auf die Südinsel zu kommen bin ich mit der Fähre von Wellington nach Picton gefahren. Ich habe gehört, dass das sehr spektakulär sein soll, aber bei mir war schlechtes Wetter und dann Nacht, sodass man nichts mehr erkennen konnte. Naja, ich muss ja irgendwie auch wieder zurück auf die Nordinsel kommen.

P1110083                                                                                               Aber schick sah es trotzdem aus!

Picton ist wirklich schön, zur einen Seite das Wasser zu allen anderen die Berge, das ist echt beeindruckend!

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P1110108                                                                                                    Und hier war auch das erste Mal das Wetter wirklich schön. Schaut mal, richtig blauer Himmel und die Sonne hat mich gewärmt!

Mein letzter Zwischenstopp Nelson war von der Innenstadt her am schönsten! Hier sind das meist alles nur so hässliche Ladenzeilen, wo oben ganz groß steht, wie die Geschäfte heißen, mit gemütlich bummeln hat das jedenfalls fast nie etwas zu tun. Aber in Nelson gab es kleine Cafés und schöne Ateliers, sehr beeindruckend! Natürlich habe ich mich dummer Weise dennoch für den Starbucks entschieden, um dort was überteuetest und nicht mal wirklich leckeres zu trinken…

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P1110125                                                                                                 …aber schick sehen diese ganzen Getränke ja trotzdem immer aus!

Die Busfahrten waren manchmal wirklich ziemlich lang und eng, aber bei der tollen Aussicht kann man einfach nicht genervt werden. Glaubt mir, die Südinsel ist so schön!

Beim nächsten Mal erzähle ich euch, wie es bei meinem Job so ist, eure Magda.

 

 

 

Wai-O-Tapu – ein spannend riechender Thermalpark

Hallo ihr am anderen Ende der Leitung,

es tut mir leid, dass ihr so lange auf meine Erlebnisse warten müsst, aber ich schreibe nicht noch einmal einen Blogeintrag mit meinem Handy! Melanie und ich haben uns, trotz hohem Eintrittsgeld, entschieden nach Wai-O-Tapu zu fahren, was in der Nähe von Rotorua liegt. Dort gibt es viele heiße – und Schwefelquellen. Obwohl man anfangs denkt es sei totes Land, ist die Erde hier wohl wesentlich aktiver als sonst irgendwo. Es war ein wirklich spannender Tag, aber am Ende hatte man schon irgendwie genug vom Schwefelgeruch.
Wir haben einen Shuttel genommen um dort hinzukommen, denn sonst erreicht man dieses Highlight nur mit dem Auto und das besitzen wir nun mal leider nicht. Aber es war gut mit dem Bus, da der Fahrer uns immer ein paar spannende Sachen erzählt hat, da hat man einige Informationen bekommen.
Als erstes sind wir zu einem Mud Pool gefahren. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein See. Das ist sozusagen ein riesiges, kochendes Schlammloch, was viel Schwefel enthält. Durch die Hitze ist es dort auch richtig nebelig, weil eben die ganze Zeit Dampf aufsteigt.

P1100710 P1100711 Da blubbert es wirklich die ganze Zeit irgendwo!

Es ist der zweitgrößte dieser Art und der größte Mud Pool ist im Yellowstone Nationalpark in den USA. Das sah wirklich spannend aus, wie da einfach mal der Schlamm gekocht hat und manchmal ist sogar so richtig warmer Rauch zu uns rüber gekommen, da hat man dann geglaubt, dass das alles wirklich heiß ist.
Danach sind wir zum Ms. Knox-Geysir. Das ist der pünktlichste Geysir der Welt, er bricht jeden Tag ziemlich genau um 10.15 Uhr aus. Aber die Bewunderung dessen wurde für uns ziemlich getrübt, da in den Geysir vor dem Ausbruch von einem Mitarbeiter Seife gekippt wird, um die Oberflächenspannung zu verringern. Trotzdem sah es toll aus, wie da plötzlich eine riesige Wasserfontäne rausgeschossen kam.

P1100819 IMG_0357                          Es waren auch unserer Meinung nach viel zu viele Leute da, dann verliert so etwas auch teilweise seinen Reiz.

Anschließend sind wir zu dem wirklichen Thermalpark gefahren und da konnte man sich ganz viele verschiedene Sachen anschauen. Es war ein Rundwanderweg sozusagen. Jedoch hatten wir nur ca. anderthalb Stunden Zeit bis unser Shuttle zurück in die Stadt ging und deshalb sind wir jetzt nicht mega entspannt durch den Thermalpark gelaufen.

P1100924 P1100991 Die Farben waren richtig intensiv, das sah wirklich spektakulär aus!
Ich fand es schade, dass ich so wenig über die ganzen Prozesse erfahren habe und um welche Flüssigkeiten es sich zum Beispiel handelt. In vielen Situationen habe ich mich dann eben gefragt, ob das jetzt reines Wasser ist oder da noch Schwefel mit dabei ist oder ob das Wasser nun heiß oder kalt ist. Da wäre ich auf jeden Fall echt neugierig gewesen und hätte gern mehr erfahren, aber um sich die Tafel durchzulesen, hatte man auch nicht genügend Zeit. In dem Fall wäre Unabhängigkeit wahrscheinlich sinnvoll gewesen.

P1100947                                                                                                 Könnt ihr euch vorstellen, dass das wirklich so heiß ist? Ich konnte es nicht.

Kurz vor dem Ende gab es einen Schwefelsee, das sah richtig krass aus! Leider zeigen die meisten Fotos die Farbgebung nicht so, wie sie in echt war, dass hat uns beide etwas geärgert.

P1110010 P1110017 Der See war eigentlich wirklich neongelb, wie ein Textmarker!

Wir haben jedenfalls viele, sehr verblüffende Sachen zu Gesicht bekommen und uns wurden auch ein paar Kopfschmerzen auf den Weg ins Hostel mitgegeben. Da hat es aber dann nicht mehr nach faulen Eiern gerochen. Ehrlich gesagt fand ich den Geruch nicht anstrengend, manchmal war es eben etwas komisch, aber nicht richtig schlimm. Ich habe später erfahren, dass der an verschiedenen Tagen unterschiedlich schlimm ist und somit auch richtig beißend sein kann, daher hatten wir wahrscheinlich einfach Glück!

Ich melde mich bald wieder, eure Magda.

Tauranga und der Mount Maunganui

Na ihr Langweiler,

also übrigens sind meine böse wirkenden Anreden niemals wirklich so gemeint, aber das wisst ihr ja sicher selber!

Am Dienstag Nachmittag sind Melanie und ich von Auckland in die Hafenstadt Tauranga gefahren. Das ist eigentlich nicht so weit voneinander entfernt, trotzdem kamen wir erst nachts im Hostel an, da unsere beiden Busse Verspätung hatten. Jedoch reden wir hier nicht von der Deutschen Bahn! Uns wurden als Entschädigung zwei 50 %-Gutscheine geschenkt, die man richtig sinnvoll nutzen kann. Darüber haben wir und beide ziemlich gefreut!

P1100440                                                                                       So sieht hier im Supermarkt die Obstabteilung aus, lecker oder?

Am Donnerstag waren wir auf dem Mount Maunganui, an dessen Fuß die Stadt beginnt. Gleich zu Anfang haben wir dort eine richtig coole Schaukel gefunden, die wir natürlich sofort ausprobieren mussten!

P1100471 P1100469 P1100482                                                                                              Es war gar nicht so leicht auf die Schaukel draufzukommen…

Und hier gibt es Zufälle, das glaubt ihr nicht! In einem Hostel in Auckland habe ich Miriam kennengelernt, die kurz darauf in den Norden gefahren ist. Nach ungefähr einer Woche haben wir uns einfach so in Auckland in meiner Organisation wiedergetroffen, völlig überraschend. Und hier gehen Melanie und ich gerade die ersten Stufen zum Berg hoch, kommen Miriam und eine Freundin von ihr uns entgegen. Da haben wir beide natürlich erstmal gelacht!

P1100492                                                                                                 (:

Es ist so lustig, ich hätte vorher gar nicht gedacht, dass es solche Zufälle gibt. Da haben wir uns auch nur mit den Worten “Wir sehen uns!” verabschiedet und ausgemacht, dass wir beim dritten Mal was zusammen Essen gehen. Das war richtig schön, sie einfach so zu treffen!

Der Weg nach oben war steil und anstregend, aber schon da sah alles wunderschön aus! Auch mit dem Wetter hatten wir Glück, denn eigentlich sollte es schon ab Mittag regnen.

P1100452 IMG_0248                                                                       Es sah einfach toll aus, mehr kann man dazu nicht sagen.

Endlich oben angekommen, gab es erstmal eine kleine Pause in der wir beide was gegessen haben. Danach haben wir uns endlich umgeschaut: Der Ausblick war großartig.Es war so ähnlich wie auf dem Mount Eden, da man auch hier die ganze Stadt überblicken konnte, aber es sah viel, viel schöner aus! Na, ihr könnt ja selbst entscheiden, welche Bilder ihr mehr mögt.

P1100545 P1100541 P1100554                                                                       Es hat sich wirklich gelohnt!

Auf dem Weg nach unten haben wir noch eine richtig tolle Klippe gefunden.

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An den tollen Strand mit seiner Insel unten am Berg mussten wir dann natürlich auch noch, der sah von oben einfach zu schön aus! Die Insel war total idyllisch. Hier wird die Natur so gelassen, wie sie ist und ist dabei wunderschön, das finde ich toll. Fast keiner lässt Müll liegen oder macht irgendwas dort kaputt, erstaunlich oder nicht?

IMG_0277 IMG_0293                                                                 ..und endlich mal wieder barfuß laufen!

Alles in war das ein richtig, richtig toller und sehr erlebnisreicher Tag, den ich genossen habe. Abends gab es noch total leckeres Sushi, was bei mir großteils vegetarisch war und echt klasse!

Bald gibt es noch mehr neue Erlebnisse, eure Magda.

P.S.: Wahrscheinlich ist der Eintrag manchmal etwas falsch formatiert, aber ich musste ihn am Handy schreiben, weil ich gerade nur dort Internet habe. Ich hoffe ihr zeigt Verständnis dafür! ;)

Geburtstagsgrüße an die Kleinste

Liebste Almi,

herzlichste Grüße und Küsse vom anderen Ende der Welt, meine Süße.

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P1100347                                                                                                     Das war am Mission Bay. Da hätten wir eine Sandburg bauen können!

Ich denke ganz viel an dich und hoffe du hast einen tollen Kindergeburtstag mit all deinen liebsten Freundinnen, spannenden Spielen und schönen Preisen.

Wenn ich wieder da bin, knuddel ich dich ganz fest, deine Magda.

glücklich und wunderbar gelaunt

Hi Leute,
mein Blog bleibt definitiv weiterhin auf deutsch, es ist immerhin meine Muttersprache. (Ja, genau Mama!)
In der nächsten Zeit werde ich einiges erleben und ihr bekommt dann sicher auch ein paar spektakuläre Fotos zu sehen! Morgen verlasse ich Auckland – nach fast einem Monat. Ich finde, das ist genug und langsam will ich einfach etwas neues erleben und spannende Plätze sehen. Erst werde ich einige Tage mit der lieben Melanie zusammenreisen. Sie kommt morgen zu mir und dann fahren wir mit dem Bus hier weg. Ich freue mich sehr darauf, mit ihr ein bisschen die Welt erkunden zu können
Dann gibt es da noch eine richtig tolle neue Information: Ich habe meinen zweiten Job! Er ist auf der Südinsel in einem Motel, ziemlich in der Natur, wo es viel schönes zu sehen geben soll. Ich werde dort – solange alles nach Plan läuft – mindestens einen Monat arbeiten. Pro Tag sind das zwei Stunden für die Unterkunft, wie ich auch schon bei meinem ersten Job für meinen Schlafplatz sauber gemacht habe, und zusätzlich werde ich noch bis zu vier Stunden und mehr arbeiten, die mir dann aber bezahlt werden! Ich bin einfach so glücklich über diesen Job, es ist die erste wirkliche Chance hier Geld zu verdienen und alles, was ich bis jetzt ausgegeben habe etwas auszugleichen.
Aber glaubt mir der Weg dort hin ist lang! Ich begebe mich mit dem Bus bis zu meiner neuen Arbeit und muss zwischendurch in drei Städten übernachte um letzendlich dort anzukommen, wo ich hinwill. Das gute daran? Ich sehe was von diesem Land! Denn an manchen Tagen fahre ich nur drei, vier Stunden Bus und kann mir dann die Städte, in denen ich Aufenthalt habe noch ein wenig anschauen, darauf freue ich mich! Heute habe ich alles Busse und Unterkünfte auf diesem Weg gebucht, bis auf die letzte Fahrt, das werde ich morgen noch machen.
Und wie hört sich das an? Doch ein bisschen so, als würde das Abenteuer langsam, aber sicher losgehen und das klingt auch für mich wunderbar. Heute habe ich ganz einfach richtig gute Laune und freue mich riesig auf die nächsten Wochen. Natürlich werde ich euch berichten, wie es mir ergeht!
Hier wird das Wetter langsam wirklich besser oder ich gewöhne mich einfach daran, dass es nie wirklich warm ist. Jetzt laufe ich im Hostel sogar teilweise barfuß und versuche mich ein bisschen an den Stil hier anzupassen. Dort wo ich bald sein werde, ist es jedoch noch ziemlich kühl!

Dann macht es erstmal gut, ich muss noch einiges vor unserer Abreise morgen erledigen. Ich melde mich wieder, wenn ich Zeit finde und es spannende Dinge zu berichten gibt, eure Magda.

Sonnenstrahlen am Mission Bay genießen

Hallo ihr Zuhause,

Jetzt dürft ihr ruhig etwas neidisch werden!
Hier beginnt jetzt der Frühling und damit auch das schönere Wetter.
Donnerstag früh habe ich erstmal mein Hostel gewechselt. Der Weg nach unten war ziemlich unproblematisch und meine zwei Rucksäcke wurden mir eigentlich nicht zu schwer, es gab ja auch keine drei zusätzlichen Essenstaschen.
Im neuen Hostel konnte ich schon früher als geplant in mein Zwölfbettzimmer und weil es so schön draußen war, habe ich mich zum Strand aufgemacht!

P1100400                                                                                                   Mission Bay, mitten in Auckland

Dort ist es wirklich schön, wenn auch relativ voll, aber kein Wunder bei dem Wetter! Die Möven waren total spektakulär, die sind noch nicht mal weggeflogen, wenn man sich auf anderthalb Meter genähert hat.

P1100365  P1100378                     Das sind meiner Meinung nach die zwei schönsten Fotos, die mit diesen Vögeln entstanden sind.

Ich saß dort mit langer Hose und im Schatten sogar mit meiner Kuscheljacke und sonst sind alle reihenweise ins Wasser gegangen, schon lustig das unterschiedliche Wärmeempfinden. Aber natürlich war ich wenigstens mit meinen lieben Füßen im Wasser, obwohl ich muss sagen, dass der Ozean echt kalt ist!

P1100389                                                                                                  Es gibt sogar ein einigermaßen akzeptables Foto von mir und einer fliegenden Möve im Hintergrund, das war jedochh Zufall.

Bevor ich mit dem Bus wieder zurück in die Innenstadt gefahren bin, habe ich noch einen tollen Eisladen gefunden, wo ich dann einfach etwas essen musste. Das heißt hier KiwiYo und ist so wie FrozenYoghurt in Deutschland, nur cooler! Man sucht sich die Eissorten aus, die man will und auch, wie viel man davon will und danach nimmt man noch so viele Toppings wie man will. Am Ende wird der ganze Becher gewogen und es gibt eben einen 100g-Preis. Es gab so viele Sachen, die man auf das Eis draufmachen konnte, das war toll: Obst, Gummibärchen, Schokolade, Nüsse, Soßen, alles. Jedenfalls habe ich meine Zwischenmahlzeit sehr genossen!
Mein Hostel ist nicht so der Knaller! Die Nacht war alles andere als erholsam, weil die ganzen Leute zu verschiedensten Schlafenszeiten zurückgekommen sind und der Typ neben mir so richtig schön geschnachrt hat. Die meisten von euch würden sich wohl weigern in dieser Küche etwas zu kochen, geschweige denn das Geschirr zu benutzten, aber mein Essen muss ja vermindert werden, also tu ich beides. Freies WLAN gibt es für niemanden und man kann sich nur Datenvolumen kaufen, was nicht wirklich sinnvoll ist. Aber ich habe ein Dach über dem Kopf und finde es hier ok! Man muss in den Hostels eh einiges abkönnen und die Ekelgrenze wird drastisch herabgesetzt.
Heute ist es ziemlich bedeckt, ich habe mich also für den richtigen Tag an der frischen Luft entschieden! Daher darf ich jetzt stundenlang in meiner Organisation nach Jobs suchen, da ich hier freies WLAN bekomme. Also, wünscht mir Glück!

Ich melde mich bei euch, wenn es Neuigkeiten gibt und ich die Möglichkeit, also das Internet, dazu habe, eure Magda.

P.S.: Ich habe immer noch das Problem mit den unscharfen Bildern, daher gibt es auch in diesem Eintrag nur kleine Fotos. Sorry!