Monthly Archives: September 2013

neuer Tag, neues Glück

Hallo meine Aufmunterer,

jetzt geht es mir schon viel besser hier. Man darf einfach nicht so schnell aufgeben, da bin ich also schon einmal einen Schritt weiter. Und eure lieben Worte haben mir definitv geholfen, das war wirklich ein Geschenk!

P1100266  P1100270                 alles im grünen Bereich – im wahrsten Sinne des Wortes

Aber seid bloß nicht auf diesen Kiwisaft neidisch, der schmeckt jedenfalls nicht nach Kiwi und ist für meinen Sinn auch zu süß, leider also nichts spektakuläres. Die Früchte hingegen sind wirklich lecker! Sie sind überhaupt nicht bitter, wie in Deutschland und zur Zeit auf jeden Fall mein Lieblingsobst.

Gestern während der Arbeit habe ich sozusagen alles gegeben um einfach mein Ding zu machen und dieser schrecklichen Frau aus dem Weg zu gehen. Das ging erstaunlich gut, dadurch waren die drei Stunden viel entspannter und schneller vorbei. Schon da habe ich mir vorgenommen, dass ich an dem Nachmittag definitiv raus gehen werde, um ein bisschen die Umgebung auszukundschaften.

Hier ist ringsum wirklich viel Natur, aber das finde ich ja super. Erstmal bin ich gerade drauf los, Richtung Wasser, gelaufen, nur bis ich einen Weg gefunden hatte, der wirklich dahin führt, hat es etwas gedauert.Aber letztendlich hat sich mir einen Fußweg offenbart – sehr idyllisch.

 P1100249                                                                   Ist das nicht genial? Sagt mir mal einer, wo es so was cooles in Deutschland gibt? Mich hat dieses Schild sehr begeistert.

Wenn man da durchgegangen ist, war man wirklich voll in der Natur und ich habe mich richtig wohl gefühlt. Dann war ich total erstaunt, dass es hier Gezeiten gibt und habe natürlich sofort versucht das Watt unsicher zu machen, aber es hat mich eher verunsichert…

P1100252  P1100255 Also die Vögel konnten da locker drauf lang laufen, ich leider auch ohne Schuhe nicht.

Dort war es dann, trotz schlammiger Füßer, wunderschön. Ich saß einfach eine Weile auf einem Stein und habe die Zeit genossen. Das war schön.

P1100262                                       Ich habe leider in die falsche Richtung fotografiert – man sieht den Ozean nicht und dann war mein Finger auf dem Auslöser auch noch zu schnell für meine Kamera – sie hatte keine Zeit zu fokussieren, aber das Bild fand ich am schönsten.

Nur habe ich die Sandpampe auch danach nicht ausreichen entfernen können, um meine Schuhe wieder anzuziehen und die kleinen Steine hier sind spitzt, das glaubt ihr nicht. Im Hostel bin ich trotzdem noch angekommen – man glaubt es kaum! Und vorher war ich noch in einem kleinen Lebensmittelladen und habe mir einfach einmal die Sachen gekauft, auf die ich gerade Lust hatte – ohne auf die dummen Preise zu schauen!

Ihr seht also, der Tag war wirklich erfolgreich und ich habe ihn genossen!

Als ich wieder in meiner Unterkunft angekommen war, musste ich gleich mal schauen welche Nummer mein Zimmer eigentich hat… B, wie Besenkammer (in Englisch broom closet). Ist das nicht lustig? Jetzt nehme ich das zum Glück alles mit ordentlich Humor!

Heute musste ich sogar nur zweieinhalb Stunden arbeiten, das war natürlich ziemlich cool. Und über die Frau mache ich mich im Stillen nur noch lustig. Egal, wer hier ankommt, sie begrüßt jeden mit exakt den gleichen Worten. “Oh, hello, hi!” Ich kann sie schon auswendig – mit gleicher Betonung und Stimmlage! Und mit ihrem super-duper Englisch klingen nicht mal diese drei Worte annähernd nach der englischen Sprache oder akzentfrei. Da schäme ich mich fast fremd, immerhin ist ihr Mann ein “echter Kiwi” und sie kann hier nicht erst seit ein zwei Jahren leben – da wäre das Hostel nicht so ranzig! Ach ja, schon witzig alles.

Das schlimmste ist, dass man mich überall sofort als Europäer bzw. definitv als Ausländer identifiziert. Ja klar, ich laufe ja auch nicht in Jogginghose und ausgeleiertem T-Shirt rum! Ok, Spaß bei Seite, auch so schauen einen die Leute irgendwie sofort an, echt komisch. Vielleicht liegt das auch an meinen Wanderschuhen, weil die einfach so ultra bequem sind, dass ich sie draußen eigentlich immer anziehe oder daran, dass ich bei 16° noch mit Jacke rumlaufe. Ich weiß es nicht, aber auch daran werde ich mich gewöhnen! Und die frieren hier wirklich alle nicht. Ich habe dauerhaft kalte Hände und trinke ständig Tee, nur damit es ein bisschen wärmer wird und die lassen die Türen offen stehen oder machen den Heizer aus, wirklich seltsam.

Mein Bett steht übrigens noch, obwohl ich nicht mal angenommen hatte, dass es die erste Nacht übersteht. Wenn es zusammenbricht, bekommt ihr aber auf jeden Fall ein Foto!

Ich denke oft an euch, eure Magda.

 

Meinen die das hier wirklich ernst?

Na ihr beneidenswerten,

gestern habe ich mich früh zu meinem neuen Hostel begeben, da ich eigentlich um zehn anfangen sollte zu arbeiten. Als ich dort ankam, sollte ich vorerst nur bis kurz nach 10.00 Uhr warten, da dann jemand Zeit für mich haben sollte. Es kam dann leider alles ein bisschen anders… Letzendlich habe ich fünf Stunden gewartet, dass jemand Zeit für mich hat, bis mir dann eine Frau wenigstens mein Zimmer gezeigt und mir den Schlüssel ausgehändigt hat. Da war dann die Arbeitszeit zwar schon längst vorbei, allerdingst wusste ich immer noch nicht, was ich machen sollte. Aber wenigstens war mein Zimmer gut – das hat sich jetzt auch erledigt!

Die letzte Nacht habe ich wieder in einem schön breiten Bett geschlafen und der Raum war auch echt geräumig. Zwar kam nachts noch ein Typ vom Flughafen zu mir, aber das war im Vergleich zu jetzt echt alles halb so wild!

Eben habe ich drei Stunden, also von 10.00 – 13.00 Uhr, gearbeitet. Ich musste saugen, Bad und Küche putzen und dort auch den Fußboden säubern. Das ist hier zwar alles etwas seltsam, aber immerhin machbar. Man benutzt zum Beispiel keinen Wischmob, sondern kniet auf dem Boden, sprüht ihn mit irgendwelchem Zeug ein und wischt das dann mit einem Handtuch sauber – aber gut, dann ziehe ich jetzt eben meine Leggins zum Arbeiten an, die kann an den Knien ruhig zerstört werden. Die drei Stunden waren anstrengender, als ich sie mir vorgestellt habe, dennoch war es noch in Ordnung.

Jetzt zu den krassen Sachen! Wir dürfen bei der Arbeit eigentlich nicht mit den anderen, die auch sauber machen, reden. Die Frau von gestern ist meiner Meinung irgendwie psychisch gestört. Ich weiß nicht, wie ich euch das jetzt erklären soll, aber es ist alles ziemlich seltsam mit ihr. Zum Beispiel gestern: Ich habe da fünf Stunden gewartet, dass sich jemand mit mir beschäftigt und mir vielleicht ein paar Sachen erklärt und bin dann irgendwann zur Rezeption gegangen, um sie zu fragen, was ich nun machen soll. Da hat sie mir dann erstmal erzählt, dass sie eh nicht erwartet hat, dass ich komme, weil eben viele das einfach so machen und ich kam mir total verarscht vor. Skepsis ist die eine Sache, aber sie kann doch nicht so komplett voreingenommen sein, wenn sie mich nicht mal annähernd kennt – vor allem nicht, wenn sie sogar weiß, dass ich da seit halb neune sitze! Das war schon ziemlich scheiße. Dann meinte sie, dass ich in fünf Tagen nochmal meinen Raum wechseln muss, aber dass ich dann auch ein Zimmer für mich allein habe und ich fand das eigentlich auch echt gut. Heute, mitten bei der Arbeit, wollte sie plötzlich unbedingt mein Bettzeug waschen und ich hab einfach nicht verstanden warum. Dann hat sie mir erklärt, dass ich doch jetzt umziehen soll, in das andere Zimmer, aha?

P1100233  P1100234 Ich präsentiere: Da werde ich die nächsten drei Wochen hausen!

Mein neuer Wohnort – denn er hat es nicht verdient Zimmer genannt zu werden – besteht aus nichts anderem als einem Doppelstockbett und mehr passt auch wirklich nicht rein. Ich teile mir diesen Raum mit einer Chinesin, die hier genauso wie ich arbeitet. Aber hey, unsere Sachen können wir draußen auf einen Tisch legen – da ist sogar ein Dach drüber und es wird wirklich nur manchmal nass. Oh man, ich weiß echt nicht, wo ich hier gelandet bin! Ach ja und falls ich ein Einzelzimmer haben will, muss ich eben vier Stunden pro Tag arbeiten.

Dann lasst uns das doch mal durchrechnenen: Ich mache drei Stunden pro Tag sauber und müsste, wenn ich bezahlt werden würde, mindestens den Mindestlohn von 13,75 $ bekommen. Das wären also 41,24 $ pro Tag. Ich bekomme hier die Besenkammer, die ich mir auch noch teilen darf und Internet… Da stimmt wohl was nicht! Und dann soll ich wirklich für theoretisch 55,00 $ arbeiten um besagte Besenkammer für mich allein zu haben, das klingt doch sehr vielversprechend. Nein danke, ehrlich!

Aber die Chinesin auf meinem Zimmer ist wirklich in Ordnung. Sie denkt genauso wie ich, dass das hier eigentlich nicht sein kann und es wirklich richtig unverschämt ist. Die Verständigung ist eben nicht so leicht, daher hat man sich auch nicht so viel zu sagen. Und jetzt mal ehrlich, mit wem kann man schon auf so kleinem Raum wirklich gewaltfrei zusammenleben? Wahrscheinlich mit niemandem – auf längere Zeit gesehen.

Also die Frau ist definitv seltsam. Sie hat mir auch gesagt, da ich das Internet glücklicher Weise ebenfalls umsonst bekomme, dass ich ja nichts downloaden soll, denn das kostet sie was. Aber freies WLAN ist nun mal freies WLAN, damit darf ich eigentlich, ja ich betone eigentlich, alles machen. Zusätzlich soll ich nur waschen, wenn das Wetter gut ist. Sie haben zwar einen Trockner, aber ich soll doch bitte die Sachen auf die Leine hängen. Ja genau, ich hänge beim nächsten Sonnenschein definitiv erstmal meine Unterwäsche hier auf die Leine, damit jeder, der so Lust und Laune hat, sie betrachten kann – guter Plan! Man darf auch eigentlich nur in der Waschmaschine waschen, bloß nicht im Waschbecken… Wie soll ich dann bitte meine tollste Strickjacke wieder sauber bekommen, sodass sie nach dem Säubern noch nutzbar ist? Die kann man ganz einfach so gut wie nicht im die Waschmaschine tun und schon gar nicht, wenn die Leute hier nur zwischen maximal drei Waschgängen unterscheiden! Ja, das ist alles schon ziemlich abgefahren. Vielleicht wisst ihr jetzt ein bisschen, warum mir diese Frau sehr, sehr suspekt ist… Außerdem ist ihr Englisch eine reine Katastrophe. Sie kommt aus Korea und ich verstehe wirklich so gut wie nichts – schrecklich! Ich sage ja nicht, dass ich die Sprache gut beherrsche, aber mich verstehen immerhin so gut, wie alle.

Dann wird mich wohl der Aufenthaltsraum hier für die nächste Zeit beherbergen, denn der ist groß und hat einen angemessenen WLAN-Empfang, was in meiner Kemenate leider auch nicht der Fall ist.

Ich habe gesagt, dass ich für drei Wochen hier arbeiten kann. Da die Frau aber keinem vertraut, was ich ja schon wunderbar zu spüren bekommen habe, musste ich ihr 40 $ sozusagen als Bestätigung geben, dass ich wirklich die gesamte Zeit über hier bleibe. Halte ich mich daran, bekomme ich mein Geld am Ende zurück, ansonsten behält sie das sozusagen als Entschädigung. Das macht die Hemmschwelle definitiv größer einfach so wieder zu fahren und wahrscheinlich ist das auch gut so, aber wenn es wirklich schrecklich für mich ist, sind 25 € zum Glück nicht die Welt!

Aber noch verzweifle ich nicht! Jetzt sind es nur noch 20 Tage, die ich arbeiten muss, also 60 Stunden, das kann man auf jeden Fall überleben. Ich werde wohl zum Strichlisten-Führer, jedoch ist das akzeptabel für mich. Hoffentlich wird das Wetter bald besser, da kann ich wenigstens meine Freizeit wirklich im Freien verbringen und dort geht es einem doch eigentlich immer gut. Das heißt, wird das Wetter toller, wird meine Laune es auch. Das wäre doch wunderbar!

Ich werde euch vom weiteren Verlauf meines ersten Jobs auf dem Laufenden halten, eure Magda.

P.S.: Ihr kennt mich und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich irgendwann mal sagen werden, dass Deutschland das schönste Land der Welt ist, aber so ist es, glaubt mir!

Geburtstagsgrüße an den Allertollsten

Liebster Viddie♥,

P1100167 auch auf dem Mount Eden, aber fast über den Wolken

David - bestes                                                       mit einem Kiwi-Löffel

Und die “verliebten Grüße” sind nicht auf Neuseeland bezogen… ;)

Hoffentlich ist dein Tag Zuhause nicht so schrecklich verregnet, wie der hier bei mir. Fühl dich ganz doll gedrückt, geherzt und geküsst!

Ich denke die ganze Zeit an dich, deine Magda. :*

Mount Eden und mein erster Sonnenbrand

Ein Hallo zum anderen Ende der Welt,

erstmal muss ich euch von Kristin erzählen. Ich habe sie im Starbucks kennengelernt, als “Lina” auf meinem Teebecher stand. Wir verstehen uns auch total gut. Jetzt ist sie aber nur noch bis Mittwoch in Neuseeland und hat dann zwei Monate das Land bereist. Gerade wohnt sie im gleichen Hostel wie ich.

Da haben wir uns gestern aufgemacht und sind zum Mount Eden, einem Vulkankrater mitten in Auckland, gelaufen.

P1100151                                                         im Hintergrund: Sky Tower und Harbour Bridge, sehr windig

Zum Glück haben wir uns gegen den Bus und für unsere Füße entschieden, denn es war echt schönes Wetter und eigentlich ist hier ja noch fast Winter! Der Weg war nicht sonderlich lang, aber der nach oben wirklich anstrengend und am Ende war ich schon ganz schön geschafft. Aber die Aussicht war einfach atemberaubend, da konnte es einem nur gut gehen!

P1100136                                                         Überall sieht man diese süßen, kleinen, grünen Hügel – und das in einer Metropole!

P1100139 Blick auf Innenstadt und Hafen

Dann haben wir einen mega leckeren Schokoriegel geschenkt bekommen – einfach so, der war mit Gummibärchen, Smarties und diesem Knisterzeug, was am Kaktus-Eis dran ist – ein echtes Geschmackserlebnis!

P1100146                                                                        Das ist hier sowas wie Milka oder Rittersport in Deutschland. Sie schmeckt komplett anders als Zuhause, aber nicht schlecht!

Dieser Vulkankrater war einfach so beeindruckend, weil das ein riesiges Loch war – das kann man sich gar nicht vorstellen!

P1100156 Leider sieht man auf den Bilder nicht wirklich gut, wie steil es da runter ging.

Und beim Runtergehen haben wir noch eine richtig schöne Blume entdeckt.

P1100175                                                                                   Die stand da einfach so – mitten in der Stadt, komplett unberührt.

Als wir dann wieder im Hostel angekommen waren, hat mein Gesicht plötzlich so weh getan – und da war es auch schon passiert. Ich hatte wirklich Sonnenbrand! Eigentlich war es vielleicht so die erste Frühlingssonne, die ja nun wirklich nichts anrichtet und das Wetter war zwar gut, aber dennoch hat sich die Sonne oft hinter den Wolken versteckt um uns nicht zu viel Wärme zu spenden. Anscheindend geht das hier wirklich richtig schnell – an dem Loch in der Ozon-Schicht scheint was dran zu sein. Jetzt werde ich jedenfalls immer ganz vorsichtig sein und mich schön eincremen!

Heute bin ich in das achter Mädchenzimmer umgezogen und es ist ganz in Ordnung. Den Inhalt meines Rucksacks kann ich jetzt eben nicht mehr im ganzen verteilen und ich muss lernen im Bett zu schreiben, aber man bekommt ein bisschen Gesellschaft und ist nicht mehr so allein. Lustiger Weise bin ich sogar mit Kristin im gleichen Zimmer, das imacht dann natürlich erst richtig Spaß! Und am Mittwoch gehen wir beide – sie zurück nach Deutschland, ich ins nächste Hostel.

Ich freue mich immer von euch zu hören, eure Magda – jetzt wieder ohne Sonnenbrand.

erster Job – so unspektakulär!?

Ja, ich habe die Zusage für meinen ersten Job! Ab Mittwoch werde ich in einem Hostel hier in Auckland, was in der Nähe des Flughafens liegt für ungefähr drei Wochen sauber machen. Pro Tag sind es etwa drei Stunden Arbeit und dafür bekomme ich die Unterkunft, Internet und die Möglichkeit zum Waschen. Das heißt hier “work for accommodation”. Wirklich glauben tu ich das aber erst am Mittwoch, wenn ich richtig dort bin! Denn es war echt zu unspektakulär: Ich habe eine Email geschrieben, dass ich die Anzeige gelesen habe und das gern machen würde und es kam die Email zurück, dass das klar geht. Das war alles. Hört sich seltsam an? Finde ich auch, aber hier läuft das wohl so! Ok, ich habe dann noch gesagt bekommen, von wann bis wann ich arbeiten muss und wo das Hostel genau liegt, aber das war dann wirklich alles. Naja, ich bin jedenfalls sehr gespannt!

Da mein Job erst am Mittwoch beginnt und ich eigentlich nur bis Montag in meinem Hostel vom Anfang bin, habe ich das jetzt noch um zwei Nächte verlängert. Für diese Zeit komme ich dann in ein Zimmer für acht Frauen – das war am billigsten. Sicher wird es daher am Montag nochmal spannend! Papa meinte, dass es dann wohl wie Massenabfertigung ist, na was soll’s!

Es tut mir übrigens leid, dass mein Blog noch eher langweilig aussieht, aber bisher hatte ich keine Zeit wirklich viel dran rumzubasteln, vielleicht habe ich das ja in den nächsten drei Wochen, denn das Hostel ist wohl ziemlich ab vom Schuss – eben in der Nähe des Flughafens… Ich gebe mir jedenfalls Mühe, dass das hier alles bald etwas schicker aussieht und hoffe, ihr seid geduldig genug dafür!

Frühlingsgrüße, weil einige Bäume anfangen zu sprießen, eure Magda.

P.S.: Ich habe jetzt sowohl Handynummer, als auch Postanschrift. Mein WhatsApp läuft aber noch immer unter der alten Nummer und wer mir wirklich einen Brief schreiben will, sollte das am besten machen, solange ich noch hier in Auckland bin, denn die Anschrift ist das Büro meiner Organisation und ich glaube nicht, dass die die Post weiterversenden, sondern dass ich mir dort eben alles abholen kann.  Und wenn ich erst einmal aus dieser Stadt raus bin, komme ich wahrscheinlich nicht so oft zurück.

P.P.S.: Wer Fridolin und Fred sind und wo sie bei mir wohnen, zeige ich euch, wenn ich auch Zeit haben ein bisschen am Äußerlichen meines Blogs zu arbeiten! (:

Langsam wird es spannender…

Na ihr fast Herbst-Kinder,

ich bin seit Dienstag endlich wieder gesund und daher auch wieder fit wie ein Turnschuh. Die Gelegenheit habe ich gleich genutzt, um einige spannende Sachen zu erleben und langsam habe ich das Gefühl, mich hier etwas einzuleben und doch die schönen Ecken dieser Stadt zu finden – da muss ich schon bald gehen.

Am Mittwoch war ich für ungefähr sechs Stunden auf einer Bustour durch Auckland. Wir waren beim SkyTower, im Grünen etwas außerhalb der Stadt, am Auckland Museum, in einem netten Pub und zum Schluss noch auf der Harbour Bridge.

Außerhalb der Stadt ist ganz viel Grün und wenn man dann im Hintergrund Auckland sieht, wirkt das echt richtig schön. Dann gibt es da noch so kleine, schnucklige Inseln im Meer, die völlig unberührt aussehen, das ist schon wirklich beeindruckend!

P1100026 Ihr müsst zugeben, dass es wirklich idyllisch aussieht, oder?

P1100023                                                     kleine, süße Insel voller schöner Landschaft

Der hohe Turm auf dem oberen Foto ist der SkyTower. Er ist sehr zentral, genau wie mein Hostel und daher wohne ich ungefähr da.

Die Brücke darf man als Fußgänger eigentlich nicht betreten, da es sozusagen eine Autobahnbrücke ist. Aber wir sind da trotzdem unterhalb der Autos langgelaufen und wenn man ein bisschen Langeweile und zu viel Geld hatte, konnte man Bungee Jumping machen – anscheindend hatten einige wahrhaftig solche Probleme. Ich stand jedenfalls direkt daneben und fand es schon beim Zuschauen schrecklich! Naja, zum Glück hab ich nicht zu viel Geld, sonst hätte ich das am Ende noch machen müssen.P1100047                                                                                                         Vielleicht lässt sich erahnen, wie hoch die Harbour Bridge ist.

In der Nähe von der Brücke habe ich gleich noch eine tolle, noch kleinere Insel gefunden, die zum Klettern wohl optimal wäre, aber das kann ich leider maximal mit dem Finger auf der Landkarte, da ich ja nicht zu den Leuten hier zähle, die ein Boot besitzen.

P1100053                                                    einfach knuffelig

Vor einigen Tagen habe ich Melanie kennengelernt. Sie ist die erste, die ich getroffen habe, die ihr Work and Travel auch allein machen will. Die letzten paar Tage haben wir viel zusammen gemacht, aber vorhin haben sich unsere Wege vorerst getrennt. Wir hatten aber einfach so viel Spaß zusammen, dass wir uns für später verabredet haben, um vielleicht einen Job zusammen zu machen. Das wäre toll!

P1100090                                                                                             in meinem Zimmer

Jetzt muss ich mich wirklich um meinen Job kümmern, immerhin brauche ich ab Montag einen neue Unterkunft und eine Arbeit!

Verregnete Grüße, aus einem Land, was beginnt mir zu gefallen, eure Magda!

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krank, Skype, Seminar

Hi ihr alle,

als erstes möchte ich mich für die lieben Kommentare bedanken! Es freut mich sehr, dass ihr meinen Blog wirklich interessant findet und wenn ich dann solche tollen Dinge von euch lese, geht es mir sofort ein bisschen besser. Danke!

Jetzt hat es mich erstmal richtig umgehauen, aber das reicht dann wohl wirklich für das restliche Jahr, denn gerade habe ich einfach alles: Fieber, Ohren-, Hals-, Bauch-, Rücken-, Kopf-, Augenschmerzen und was man sonst noch so bekommen kann. Ich hoffe einfach, dass das noch mit zum JetLag dazuzählt und spätestens in ein bis zwei Tagen verschwunden ist. Es ist eben insofern ziemlich negativ, als dass ich den ganzen Tag so schlapp bin und dann auch so gut wie nichts bewältige. Dafür ist es wohl ein Geschenk, dass ich noch einige Zeit hier in dem Hostel untergebracht bin und mir nicht sofort eine neue Unterkunft suchen muss.

Geskypt habe ich jetzt auch schon einige Male. Das ist wirklich ein Wundermittel! Danach ging es mir meist so gut, wie die ganze Zeit hier noch nicht und ich habe so vor mich hin gegrinst und gedacht, dass das schon alles irgendwie klappt.

P1090961 P1090963             mit Mama, Papa, Julia und Alma, schlechter Bildqualität und nur meinem funktionieren Mikro – dennoch wunderbar

Heute war ich – trotz Krankheit oder JetLag, was auch immer es ist – bei meinem Einführungsseminar im Büro meiner Organisation. Das ging insgesamt über drei Stunden und war wirklich nervenzehrend, aber sehr informativ. Am Ende war ich so geschafft, dass mein Kopf dem Englisch gar nicht mehr folgen wollte, da musste ich mich so konzentrieren, damit ich nicht abschalte oder einschlafe, dass es natürlich noch anstrengender war.

Hier ein paar spannende und schockierende Informationen:

- allgemeine Öffnungszeiten in Neuseeland: 09.00 – 17.00 Uhr

- Neuseeland ist das Land mit den meisten Hautkrebspatienten, da es hier ein sehr               großes Loch in der Ozon-Schicht gibt. Es ist also größte Vorsicht geboten!

- Neuseeland = nuklearfrei (als erstes Land weltweit)

- Frauen durften hier bereits Ende des 19. Jahrhunderts wählen

- Mindestlohn: 13,75 $/h (ca. 8,40 €)

Aufgrund der Tatsache, dass es hier keine Kernkraftwerke gibt, sind die Neuseeländer sehr sparsam mit ihrer Energie. Daher steht in meiner Jugenherberge zum Beispiel an jedem Lichtschalter und an jeder Steckdose, dass man sie ausmachen soll, wenn sie nicht benutzt wird. Ja, hier muss man die Steckdosen wirklich an- und ausschalten.

Nach dem Seminar war ich dann aber so fertig, dass ich nichts mehr für die nächsten Wochen gemacht habe, wie zum Beispiel nach einem Job ausschau zu halten. Das erledige ich aber sofort, wenn ich wieder richtig gesund bin.

Danach war ich nur noch schnell im Supermarkt um mir ein paar Sachen zu kaufen, mit denen man schneller gesund wird, wie Tee, Honig und Zitronensaft. Habe mal wieder einen hammermäßigen Preis bezahlt. Rein theoretisch dürfte man hier, solange man nicht arbeitet wirklich nur das essen, was es früh im Hostel gibt, sonst ist man nach zwei Wochen wirklich bettelarm. Daher habe ich auch zum Kochen noch nichts richtiges gekauft, da muss ich mich erst noch überwinden. Aber das ist gerade gar nicht problematisch, weil ich eh so gut wie keinen Hunger habe, außer zum Frühstück.

Aber jetzt noch kurz was zum Supermarkt. Wusstet ihr schon, dass es Bananen mit roter Schale gibt, dass man bevor man an der Kasse bedient wird, gefragt wird, wie es einem geht (und man dasselbe auch die Kassiererin fragen sollte) und dass hier bei Ananas der “Stiel” bereits abgeschnitten ist? Wenn die reif sind, dann kann man den ganz leicht rausdrehen und man sagt, dass die Frucht schneller schlecht wird/schimmelt, wenn man das abschneidet. Hey, eine Ananas braucht anderthalb Jahre um zu reifen, ich weiß ja nicht, ob die Leute wirklich der Meinung sind, dass man dann so leichtfertig damit umgehen sollte…

Langsam regt sich hier einiges und ich hoffe, dass ich euch dennoch nicht zu viel schreibe und ihr auch jetzt noch interessiert zu Ende lest.

Ich sende euch beste Grüße, von einem Land, was nicht einmal doppelt so viele Einwohner, wie unsere Hauptstadt Berlin hat, eure Magda.

Youth Hostel, Starbucks, Essen einkaufen

Na ihr – so weit weg von mir,

um zwei Uhr bin ich dann ungefähr in meinem Youth Hostel in Auckland angekommen. Ich habe ein Einzelzimmer – mit gemischten Gefühlen. Anfangs fand ich es super, weil man sich keine Gedanken um seine Wertsachen machen muss, denn davon habe ich ja doch eine Menge (Kamera (+ zweites Objektiv), Netbook, Festplatte, Frau Hahns Übersetzter, Handy und nicht zu vergessen meine ganze Ausrüstung, wie Rucksack, Schlafsack, Isomatte, Wanderschuhe). Aber nach und nach ist mir klargeworden, dass man so sehr einsam wird. Neue Leute lerne ich nur im Gemeinschaftsraum kennen und da sitzen großteils auch nur welche, die sich untereinander schon kennen. Das ist nicht leicht, aber ok. Hier gibt es auch keine doppelte Fensterverglasung oder irgendwo eine Heizung, und da es ja eigentlich noch Winter ist, wird es abends wirklich etwas frisch.

P1090925      P1090926mein Zimmer – bestehend aus Bett, Schreibtisch und Spiegel

Jetzt sieht das alles schon etwas chaotischer aus, obwohl ich doch eigentlich nur den Inhalt von zwei Rucksäcken dort verteilen kann, aber anscheinend reicht das völlig aus!

Ich bin nun auch schlauer in dem Punkt, was für mit JetLag ist – kein Hunger. Seit Donnerstag habe ich diese Dinge gegessen: zweimal etwas Obst, einmal Onion Rings und einen Cranberry Riegel. Hört sich nach vielen Kohlenhydraten an, oder? Naja, langsam wird es besser und heute Abend hat sogar mein Magen mal geknurrt, eine ganz neue Begebenheit hier!

Heute war ich für einige Stunden im Starbucks um Internet zur Verfügung gestellt zu bekommen, aber für mich gab es nur GreenTea, weil mir der Rest zu teuer war. Ich sollte (wie immer im Starbucks) an der Kasse meinen Namen nennen, aber als “Magdalena” zu schwer war, habe ich gesagt, dass “Lena” auch in Ordnung ist. Ich war der Meinung, das ist machbar…

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…aber anscheinend war auch das für Neuseeländer zu schwer. Obwohl “Lina” doch ganz nett ist.

Danach dachte ich, dass ich mir jetzt wirklich mal was zu Essen und zu Trinken kaufen muss, denn irgendwann muss ich ja schließlich etwas zwischen die Zähne kriegen. Im Youth Hostel gibt es außerdem nur Frühstück. Ich habe zwar schon eine Flasche, die ich immer wieder mit Leitungswasser auffülle, aber das schmeckt einfach mal nach Chlor und ist daher nicht mein bester Freund.

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Ja, dafür habe ich wirklich 7,70 $ (ca. 4,70 €) ausgegeben!

Daran muss ich mich wohl auch erstmal gewöhnen: In Deutschland sind die Preise für Essen einfach so günstig! Aber bis jetzt habe ich für sowas ja noch nicht viel Geld ausgegeben.

Das soll es wieder erstmal gewesen sein, eure Lina. Continue reading

Abschied, Turbulenzen, dreckige Sohlen

Hallo ihr Lieben,

ich bin am 11. September von Frankfurt losgeflogen. Der Abschied war herzzerreißend und hätte ich in diesem Moment die Wahl gehabt, dann wäre ich wohl still und friedlich in Deutschland geblieben, aber mich hat niemand gefragt. Jetzt darf ich sieben Monate Sehnsucht habe, was ein Geschenk! Aber jetzt mal ein bisschen optimistischer…

am Flughafen in Frankfurt mit Sack und Pack

Von Frankfurt ging es nach Kuala Lumpur. Während dieses Fluges gab es ziemlich schlimme Turbulenzen und ich kann wirklich nicht behaupten flugtauglich zu sein. Für mich war es noch viel schrecklicher als Achterbahn fahren und die meisten wissen, wie ich sowas verkrafte. In Kuala Lumpur ging es dann weiter nach Auckland.

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Zwischenstopp in Kuala Lumpur, mein Flugzeug nach Auckland

Der Flug hat insgesamt ungefähr 24 Stunden in Anspruch genommen, aber die Zeit ging verhältnismäßig schnell vorbei. Ich hatte so viele Beschäftigungsmöglichkeiten eingepackt und habe nichts außer großartig genutzt, außer den Schlaf. Nachts um zwölf Uhr bin ich also in Auckland angekommen.

Hier ist das mit dem Einreisen etwas komplizierter als in Deutschland. Man muss einen Zettel ausfüllen, in dem man sehr skurile Dinge angeben muss – zum Beispiel ob man Schuhe zum Wandern mit sich führt. Ja, natürlich, ich will ja was erleben! Sie haben sich meine Sohlen angeschaut, die für Wanderschuhe wirklich sauber waren, aber für Neuseeländer anscheinend zu dreckig. Und dann durfte ich meine Sohlen etwas reinigen, sehr amüsant. Man darf auch überhaupt kein Obst oder Gemüse einführen, sie meinten aber zum Glück, dass meine Schokolade und meine Kaugummis in Ordnung sind.

Liebe Grüße, eure Magda